Fieberhafte Arbeit am Ersatz-Flugplan

Lufthansa-Jets sollen ab Montag am Boden bleiben.
PR
Lufthansa-Jets sollen ab Montag am Boden bleiben.

Lufthansa und Germanwings wollen die Auswirkungen des angekündigten Piloten-Streiks begrenzen. Germanwings hat schon einen Ersatzflugplan.

Georg Jegminat

Germanwings hat sich vorgenommen, täglich etwa 100 Flüge während der Streiktage durchzuführen. Über die vier Tage sind es insgesamt 406 von 667 Flügen, also etwa 60 Prozent des üblichen Programms. Teils fliegen so genannte Management-Piloten auf den eigenen Jets, teils springen andere Fluggesellschaften mit Crews und Flugzeugen ein. Zweimal täglich will Germanwings den vorläufigen Ersatz-Flugplan aktualisieren.

Die Zahl der Management-Piloten bei Lufthansa ist zweistellig, so dass ihr Einsatz nur begrenzt helfen kann. Vorstellbar ist, dass nichtbestreikte Partner unterstützen. So könnten beispielsweise zwei Cirrus-Flugzeuge, die als Lufthansa Regional fliegen, auf andere Strecken umgeroutet werden.

Im Langstrecken-Verkehr dürfte Lufthansa versuchen, so viele Flüge wie möglich durchzuführen. Außerdem können Passagiere auf die Flüge von Star-Alliance-Partnern und auf die europäischen Tochterfluggesellschaften der Lufthansa umgebucht werden. Denn im bilateralen Verkehr tragen deren Flüge ohnehin auch die LH-Codes. Je nachdem wie viele der 4500 Lufthansa-Piloten in den Streik treten, dürften die Flugausfälle dennoch erheblich sein und der Fluggesellschaft wirtschaftlich schaden.

Lufthansa und Germanwings informieren die Passagiere auf ihren Websites über den aktuellen Stand. Außerdem haben sie Telefon-Hotlines eingerichtet (Lufthansa: 0800-8 50 60 70, Germanwings: 0800-66 44 935). "Wir versuchen unsere Fluggäste, die noch im Ausland sind, per SMS, E-Mail und Telefon zu erreichen", berichtet eine Germanwings-Sprecherin.

Weiterführende LinksErsatz-Flugplan Germanwings

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats