Europcar gründet Joint Venture

An sechs Europcar-Stationen können sich Kunden für "Car2go" registrieren.
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An sechs Europcar-Stationen können sich Kunden für "Car2go" registrieren.

Autovermieter Europcar steigt ins Carsharing-Geschäft ein und beteiligt sich mit einem Anteil von 75 Prozent an "Car2go Hamburg". Der Rest übernimmt die Daimler-Tochter "Car2go".

Rita Münck

Gemeinsam wollen die beiden, wie bereits zuvor berichtet, ein neues Mobilitätskonzept in Hamburg starten. Bereits im Januar sollen die blau-weißen mit dem "Car2go"-Logo versehenen Smarts durch die Hamburger Innenstadt rollen.

Das Konzept funktioniert wie folgt: Teilnehmer müssen sich in Hamburg einmalig zum Preis von 29 Euro registrieren. Das geht online, im "Car2go"-Büro oder in sechs ausgewählten Europcar-Stationen. Mit einem entsprechenden Chip auf dem Führerschein, können sie dann jederzeit einen der 300 Smarts nutzen, die "Car2go" innerhalb der Innenstadt verteilen will. Bezahlt wird die tatsächliche Nutzungsdauer: Pro Minute fallen 0,29 Euro an, pro Stunde 14,90 Euro. "Es gibt keine Grundgebühren und keinen Mindestumsatz und auch keine festen Stellplätze", nennt Europcar-Deutschland-Chef Roland Keppler die Unterschiede zu bisherigen Carsharing-Modellen.

Ein weiterer Pluspunkt in Hamburg: Die Projekt-Verantwortlichen haben die Stadt mit ins Boot geholt. Parken ist daher in den Parkhäusern und auf allen öffentlichen Parkplätzen kostenfrei. Eine Tankkarte liegt in jedem Auto bereit.

Das Konzept ziele insbesondere auf junge Erwachsene ab, betont Guillemot, der am Montag extra zur Projektvorstellung aus Paris angereist war. In Ulm, wo "Car2go" im März 2009 ein Pilotprojekt gestartet hatte, waren 60 Prozent der Nutzer zwischen 18 und 35 Jahre alt. "Das ist ein weiter Baustein im Puzzlebild der innerstädtischen Mobilität", so "Car2go"-Chef Robert Henrich. Ginge es nach ihm, würden die speziell von Daimler gebauten Carsharing-Smarts künftig durch alle Großstädte der Welt fahren.

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