Europas Geschäftsreisen hinken hinterher

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In den meisten Teilen der Welt erholt sich der Geschäftsreisemarkt besser als erwartet. Reisebüros und Leistungsträger in Europa haben hingegen noch schwer zu kämpfen.

Danach entwickelt sich vor allem die Nachfrage nach Flügen in Nordamerika mit einem Plus von 20 Prozent im ersten Quartal 2010 sehr positiv. Die Ticketpreise sind – auch aufgrund der nach wie vor beschränkten Kapazitäten – um drei Prozentpunkte gestiegen. Auch auf Interkontinental-Strecken werden wieder mehr Business-Class-Flüge gebucht. Für regionale Strecken hingegen macht Advito im Premiumsegment nach wie vor ein unverändert schwaches Buchungsverhalten aus.

In Europa ist die Stimmung weitaus gedämpfter. Die Nachfrage werde weiterhin rückläufig sein, so die Studienmacher. Ein Grund seien die Währungs- und Schuldenprobleme einiger EU-Staaten. Dementsprechend würden auch die Preise in der Economy-Class weiter fallen. Auch im Nahen Osten seien "beträchtliche Überkapazitäten im Markt", weshalb die Airlines Probleme haben, ihre Flieger zu füllen. Advito geht davon aus, dass der bisherige Preisanstieg von 3,5 auf 2,5 Prozent zurückgeht.

Weitaus stärker als der Flugmarkt leiden die Hotels. Die Preise bleiben insgesamt auf einem niedrigen Niveau. In vielen Industrieländern zieht die Nachfrage nur schrittweise wieder an. In Schwellen- und Entwicklungsländern, in denen sich die Wirtschaft schneller erholt, steigern Hotels immer noch ihre Kapazitäten. Auch der Tagungsmarkt erholt sich schleppend. Die Preise ziehen zwar wieder leicht an, liegen aber immer noch unter dem Niveau von 2008.

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