EU stimmt Fusion mit Iberia zu

Aufatmen bei Willie Walsh: Der Chef von British Airways (BA) hat grünes Licht aus Brüssel für das angedachte Bündnis mit Iberia bekommen. Auch dem Joint Venture mit American Airlines und Iberia stimmte die EU zu.

Rita Münck

Die neue Gruppe, die den Namen International Airlines Group tragen wird, kommt den größten Airlines in Europa, Air France-KLM und Lufthansa, nun erheblich näher. Sie wird mit 400 Maschinen 200 Ziele anfliegen und 58 Mill. Passagiere pro Jahr befördern. Durch die Fusion peilen BA und Iberia Einsparungen von jährlich 400 Mill. Euro an, das hatten die beiden Unternehmen im April vereinbart. Bis Ende des Jahres soll der Deal unter Dach und Fach sein.

Beide Fluggesellschaften wollen dann unter ihren Markennamen weiterfliegen. Es steht allerdings noch die Zustimmung der Aktionäre aus. Die wollen beide Unternehmen früheren Angaben zufolge im November einholen.

Die Wettbewerbshüter in Brüssel begründeten den positiven Entscheid damit, dass es weiterhin ausreichend Konkurrenz auf den wichtigsten Strecken gebe. Auch im Frachtverkehr und bei der Boden-Abfertigung müsse das neue Unternehmen mit einer Reihe von Wettbewerbern rechnen.

Daneben gab Brüssel grünes Licht für das Transatlantik-Bündnis von British Airways und Iberia mit American Airlines. Allerdings müssen die Airlines dafür Start- und Landerechte abtreten. Vor allem an den beiden großen Londoner Flughäfen werden sie Slots zur Verfügung stellen müssen, um auf den Strecken nach Amerika Wettbewerbern eine Chance zu geben.

Ziel der drei Airlines ist es, zwischen London und mehreren US-Flughäfen als gemeinsames Unternehmen aufzutreten. Dabei sollen Einnahmen aufgeteilt werden, Flugpläne gemeinsam verwaltet und die Preispolitik sowie die Kapazitätsplanung abgestimmt werden. Dem Transatlantik-Bündnis muss allerdings noch das US-Verkehrsministerium zustimmen. Hier erwartet BA in Kürze einen positiven Entscheid.

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