Erste Tests an Flughäfen noch im Sommer

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Noch in diesem Sommer will die Bundespolizei erste Tests mit neuen Körper-Scannern an deutschen Flughäfen durchführen. Das teilte das Bundesministerium jetzt mit und widersprach damit anderslautenden Berichten.

Der NDR hatte berichtet, dass den Herstellern der Geräte vor allem die geforderte Verfremdung der abgebildeten Körper Schwierigkeiten bereite. Dadurch soll die Intimsphäre der Reisenden geschützt werden. „Daran hakt es nicht“, sagte der Sprecher des Innenministeriums zu den Maßnahmen jetzt laut Nachrichtenagentur ddp. Gearbeitet werde aber noch an der Software, die die Funktionsfähigkeit der Geräte sichere. Wann genau und wo das Pilotprojekt starten wird, sei noch offen.

Die Bundesregierung hatte sich Anfang des Jahres zur Einführung der Geräte entschlossen. Alarmiert wurde sie, nachdem es über die Weihnachtsfeiertage in einem aus Europa kommenden Flugzeug auf einem Transatlantikflug fast zu einem Anschlag kam. Einem 23-jähriger Terroristen war es damals gelungen, Sprengstoff an Bord zu schmuggeln. Er wollte den Sprengsatz kurz vor der Landung in Detroit zünden, war aber von beherzten Mitreisenden und Besatzungsmitgliedern überwältigt worden.

Mithilfe der Bodyscanner sollen solche Vorfälle künftig ausgeschlossen werden. Einige Länder nutzen die Systeme schon. Bodyscanner sind beispielsweise auf dem Flughafen in Amsterdam im Einsatz sowie auf den Flughäfen in Moskau. In Großbritannien ist der Einsatz des Scanners seit Anfang 2010 für ausgewählte Personen verpflichtend.

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