Eröffnung droht sich zu verzögern

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Miese Stimmung bei den Berliner Flughäfen: Die geplante Eröffnung des neuen Großflughafens BBI Ende Oktober 2011 droht zu platzen. Grund: Der Innenausbau kommt wesentlich langsamer voran als geplant.

Die Flughafen-Gesellschaft will in den nächsten Tagen Konsequenzen aus dem Verzug beim Ausbau in Schönefeld ziehen und sich erneut mit der Terminplanung beschäftigen.

Dass es Schwierigkeiten mit der Terminplanung gibt, ist offenbar seit März bekannt. Schon damals hatte die Ingenieurgesellschaft Kruck (IGK) Insolvenz angemeldet. IGK plante seit 2004 gemeinsam mit den Architekturbüros Gerkan, Marg und Partner (GMP) sowie JSK den Terminal-Neubau. Dessen Rohbau steht, der Innenausbau dagegen kommt nur schleppend langsam voran.

Das Einhalten des ursprünglichen Termins wäre nach Angaben von Experten nur mit einem außerordentlich hohen Aufwand zu schaffen. Selbst bei der Flughafen-Gesellschaft gibt es jedoch dem Vernehmen nach Zweifel, ob diese Ausgaben gerechtfertigt wären, weil man nicht ausschließen könne, dass es zu weiteren Problemen kommt, die den Termin dann wiederum platzen lassen könnten, schreibt der "Tagesspiegel".

Probleme bereiten auch die künftigen Flüssigkeitsregeln für Handgepäck, die ab 2013 in der EU gelten sollen. Sie würden wesentlich größere Prüfgeräte an den Sicherheitskontrollen erfordern als heute üblich und bislang eingeplant.

Bislang galt, dass Tegel unmittelbar nach Inbetriebnahme des Großflughafens am 30. Oktober 2011 geschlossen wird. Sollte der BBI allerdings später an den Start gehen, müsste auch Tegel länger offen gehalten werden. Der Konsensbeschluss von 1996 lässt das auch zu. Darin heißt es, dass Tegel sechs Monate nach Inbetriebnahme der neuen BBI-Start- und Landebahn zu schließen ist. Insofern könnte der Flugverkehr in Berlin auch bei einer späteren Fertigstellung des neuen Hauptstadt-Flughafens abgewickelt werden.

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