Ermäßigte Mehrwertsteuer wackelt

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Der ermäßigte Mehrwertsteuer-Satz von sieben Prozent für das deutsche Hotelgewerbe könnte wieder kippen. Nun stellt selbst Vorreiter FDP den Satz in Frage.

Klaus Hildebrandt

Vor allem die Tourismus-Experten von FDP und CSU, der heutige Staatssekretär Ernst Burgbacher und der damalige Tourismus-Beauftragte Ernst Hinsken hatten den ermäßigten Mehrwertsteuer-Satz in den Koalitionsverhandlungen durchgesetzt. Nach der Einführung des reduzierten Satzes herrschte jedoch zunächst wochenlanges Steuerchaos vor allem bei Geschäftsreise-Anbietern und Incoming-Agenturen. Außerdem gab es innerhalb des Deutschen Hotel- und Gaststätten-Verbands Dehoga Kritik der Gastronomen, dass nur die Hoteliers von dem Steuergeschenk profitieren. Burgbacher hatte das damit begründet, dass das finanzielle Volumen bei einer kompletten Einbeziehung des Hotel- und Gastgewerbes zu groß geworden wäre.

Sollte die Sieben-Prozent-Regelung tatsächlich wieder zurückgedreht werden, wäre dies ein herber Rückschlag für den Dehoga. Der Verband hatte mit umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit erklärt, dass viele Hoteliers die Vergünstigung für Investitionen in ihre Hotels und in neue Arbeitsplätze nutzten.

Vor kurzem hatte bereits der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Stefan Mappus (CDU), die Regelung in einem Interview al einen "Fehler" bezeichnet. Auch der der Präsident des Dehoga, Ernst Fischer, stammt aus Baden-Württemberg.

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