Engmaschigere Passagier-Kontrollen

fvw/Rita Münck

Bodyscanner, Flüssigkeitsdetektoren, Überwachungskameras, Passagierprofile die Sicherheitseinrichtungen an Airports werden ausgefeilter.

Georg Jegminat

Mit dem Sammeln und Austauschen von Passagier-Daten werden sich bei den Sicherheitseinrichtungen zudem Profile entwickeln, mit deren Hilfe das Risikopotenzial bestimmter Personen beurteilt werden kann.

Die Sicherheitskontrollen auf Flughäfen sind für den gesamten Luftverkehr ein brisantes Thema. Denn nicht nur die Anforderungen steigen. Bis zum Jahr 2030 werde sich die Zahl der Passagiere weltweit verdoppeln, so Mario Rehulka, Präsident der Österreichischen Luftfahrt-Verbands und früherer Austrian-Vorstand, der das Symposium veranstaltete. Damit die Flughäfen dieses Wachstum verkraften und gleichzeitig die Sicherheit gewährleisten können, müsse mehr Technik eingesetzt werden. Zudem müssten sich die Regierungen auf Regeln einigen, um ein Durcheinander zu verhindern. Beispielsweise ließe sich so abstellen, dass ein Passagier während seiner Reise mehrmals kontrolliert wird.

Laut Airline-Verband Iata zahlen ihre Mitglieder bereits heute weltweit 5,9 Mrd. US-Dollar für Sicherheit. Davon fallen 1,6 Mrd. Dollar für die direkte Sicherheitskontrolle der Passagiere an. Darüber hinaus tragen sie Kosten etwa für die Bewachung von Flugzeugen, für Notfall-Maßnahmen bis hin zur Diebstahl-Prävention.

Wie aufwändig das ist, zeigen einige Zahlen zum Flughafen Wien. Dort arbeiten 350 Polizisten und 920 Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes. Sie überwachen und kontrollieren jährlich 9,3 Mill. Passagiere, 21,4 Mill. Handgepäckstücke und 11,4 Mill. aufgegebene Gepäckstücke. Etwa 1000 mal pro Jahr wird ein Flugsitz an Bord von Austrian Airlines durch einen Sky Marshal vom österreichischen Einsatzkommando Cobra reserviert.

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