Einreise bald einfacher

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Das US-Heimatschutz-Ministerium und die deutsche Regierung haben sich darauf verständigt, bei ihren Einreise-Programmen enger zusammen zu arbeiten. Für Deutschland ein erster Schritt in Richtung Global Entry.

Iris M. Köpke

Mit dieser Vereinbarung wollen Deutschland und die USA es nun den Bürgern beider Länder ermöglichen, sich für das amerikanische Global Entry Program beziehungsweise für die deutschen Automated and Biometrics-Supported Border Controls (ABG) zu registrieren. Beide Einreise-Programme nutzen biometrische Daten, um als sicher eingestufte Reisende zu identifizieren.

Wie funktioniert eigentlich das Global Entry Program und was bringt es den Deutschen? Ganz einfach: Wer mitmachen möchte, muss einem Hintergrund-Check zustimmen. Einmal zu dem Programm zugelassen, kann der Teilnehmer bei Einreise am US-Flughafen die Warteschlangen bei der Passkontrolle umgehen, und seinen Pass einfach in einen dafür vorgesehenen Automaten schieben. Dann noch ein paar Angaben zur Einfuhr von Waren machen, die obligatorischen digitalen Fingerabdrücke abgeben, die der Check-in-Automat mit den gespeicherten vergleicht – und fertig. Der Bon, der daraufhin ausgegeben wird, muss noch einem Beamten gezeigt werden, und schwupps ist man im Land.

Bislang bieten 20 große US-Airports den Global Entry an. Studien zeigen, dass die Wartezeit bei der Einreise damit um 70 Prozent verkürzt wird. Im Durchschnitt braucht ein Reisender auf diesem Wege weniger als fünf Minuten, um ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu kommen. Das deutsche Pendant ABG funktioniert ähnlich. Besonders für Geschäftsreisende, die häufiger in die USA müssen, eine angenehme Alternative.

Ursprünglich waren nur Amerikaner zum Global Entry Program zugelassen. Seit einiger Zeit haben die USA aber mit den Niederlanden eine spezielle Vereinbarung – ähnlich der, die nun mit Deutschland initiiert wurde – die auch ihnen die Teilnahme ermöglicht.

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