Deutsche überholen Briten

Luis des Olmo leitet Vertrieb und Marketing von Sol Meliá.
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Luis des Olmo leitet Vertrieb und Marketing von Sol Meliá.

Deutschland ist für Sol Meliá nach dem Heimatmarkt inzwischen der zweitwichtigste Markt, sagt Vertriebsvorstand Luis del Olmo. Mit neuen Projekten schwenkt die spanische Hotelkette wieder auf einen Wachstumskurs ein.

Klaus Hildebrandt

In den vergangenen Jahren hat Spaniens größte Hotelkette bereits die Abhängigkeit vom Heimatmarkt weiter verrringert und will durch neue Projekte noch internationaler werden. Nur noch ein Drittel der Gäste stammt aus Spanien. Deutschland hat mit einem Anteil von 18 Prozent inzwischen die früher vor allem in den Resorthotels dominierenden Briten (14 Prozent) auf den dritten Rang verdrängt.

Für den höheren Anteil der deutschen Gäste gibt es zwei Gründe: Zum einen, so del Olmo gegenüber der fvw, sei das Tourismus-Geschäft mit deutschen Veranstaltern und Reisebüros stabiler als in anderen Quellmärkten. Zum anderen betreibt Sol Meliá mittlerweile 21 Häuser der Marken Meliá, Tryp und Innside in Deutschland, die stark von Geschäftsreisenden frequentiert werden.

Das seit Jahresbeginn von Karl Lamlé geführte deutsche Geschäft soll noch weiter ausgebaut werden. "Wir schauen in mehreren Städten nach Standorten für Meliá-Hotels", sagt del Olmo. Die Vier-Sterne-Marke ist derzeit nur in Berlin und Düsseldorf vertreten. Mittelfristig könnte del Olmo sich auch ein Haus der Design-Marke ME by Meliá in Deutschland vorstellen, etwa in Berlin.

Das Unternehmen führt derzeit 307 Häuser, davon etwa die Hälfte Stadthotels. 26 neue Projekte sind in der Pipeline. Darunter sind einige "Meilensteine" für das Unternehmen, sagt del Olmo.

Zu den herausragenden geplanten Hotels gehören:

Anfang 2011 eröffnet das erste Hotel in Dubai. Das Haus der Marke Meliá hat 167 Zimmer.In London hat Sol Meliá eine in Bau befindliche Hotelimmobilie in bester Innenstadt-Lage gekauft, die von dem Stararchitekten Norman Foster geplant wurde. Dort soll 2012 ein ME by Melia mit 173 Zimmern entstehen, das zweite in der britischen Hauptstadt. In den USA starten die Spanier mit einen Meliá-Hotel in Atlanta. Dieses Haus wird von Marriott übernommen. Zusammen mit Kooperationspartner Wyndham, der im Juni die Markenrechte an der Marke Tryp gekauft hatte, entsteht ein Tryp Hotel am Times Square in New York. "Da bieten wir sogar Familienzimmer für Urlauber", sagt del Olmo.

Weitere Projekte seien in Asien geplant. Nach der Eröffnung des Gran Meliá in Schanghai gebe es "viele Anfragen" aus China, auch von der Ferieninsel Hainan.

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