Deutlicher Umsatz-Rückgang

Accors Economy-Hotellerie verzeichnete 2009 weniger Einbußen als die Accor-Häuser im Mittelklasse- und Luxussegment.
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Accors Economy-Hotellerie verzeichnete 2009 weniger Einbußen als die Accor-Häuser im Mittelklasse- und Luxussegment.

Accor hat im vergangenen Jahr einen Umsatz-Einbruch von fast acht Prozent hinnehmen müssen. Die Hotel-Sparte des französischen Konzerns verbuchte ein Umsatz-Minus von rund zehn Prozent.

In der Hotellerie verringerte sich der Umsatz bei konstantem Portfolio und bereinigt um Wechselkurs-Einflüsse um 10,1 Prozent. Das ausgewiesene Minus beträgt 9,8 Prozent. Den Angaben zufolge beweisen die Zahlen die Widerstandskraft des Economy-Segments 2009 in Europa und berücksichtigen eine leichte Verbesserung des Geschäfts am Jahresende. Im vergangenen Jahr ging der Umsatz des Economy-Segments um 6,1 Prozent, der Hotels der Mittel- und Luxusklasse um 11,5 Prozent und der Economy-Häuser in den USA um 13,8 Prozent zurück.

In der Hotellerie waren zum Bilanzstichtag 216 Häuser im Rahmen der Asset-Right-Strategie restrukturiert worden. Im zweiten Halbjahr realisierte die Gruppe eine umfassende Sale-&-Lease-Back-Operation, die zur Veräußerung von 157 Häusern mit insgesamt 12.174 Zimmern führte. Die bereinigten Nettoschulden des Konzerns wurden damit um 214 Mill. Euro abgebaut.

Zum Bilanzstichtag wurden 60 Prozent der Hotelzimmer im Rahmen von Management-, Franchise- oder variablen Pachtverträgen betrieben. Im Februar kündigte Accor eine neue Immobilien-Operation in vier europäischen Ländern mit dem Hotel-Investmentfonds Invesco Real Estate an, die fünf Hotels mit insgesamt 1100 Zimmern betrifft. Die Transaktion besteht aus einem Sale-&-Lease Back-Vertrag für vier Häuser der Novotel- und Mercure-Marken und einem Sale-&-Management-Back-Vertrag für ein Pullman-Haus. Der Erlös aus dieser Operation beträgt 154 Mill. Euro.

Accors Hotellerie setzt die Expansionsstrategie fort. 2009 eröffnete der Konzern mehr als 27.300 Zimmer, von denen über 80 Prozent auf das Economy- und Mittelklasse-Segment entfallen. Die meisten Zimmer wurden in Asien (35 Prozent) und Europa (32 Prozent) eröffnet. Ende 2009 waren 103.000 neue Zimmer in der Pipeline.Darüber hinaus genehmigte der Verwaltungsrat von Accor die Umsetzung und Modalitäten der Aufspaltung des Konzerns in einen Hospitality- und einen Services-Sektor. Das Projekt wurde bereits von den Arbeitnehmer-Vertretungen begutachtet und wird der außerordentlichen Hauptversammlung am 29. Juni zur Beschlussfassung vorgelegt.

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