Branche mit Frühlingsgefühlen

Heißes Ziel: in diesem Jahr will Airplus 65 Prozent des 2009 verlorenen Umsatzes zurückholen.
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Heißes Ziel: in diesem Jahr will Airplus 65 Prozent des 2009 verlorenen Umsatzes zurückholen.

Erstmals geht der Umsatz im Business Travel wieder hoch. Nach starkem Rückgang 2009 prognostiziert der Kreditkarten-Spezialist ein gutes 2010.

Oliver Graue

„Wir freuen uns, dass es Frühling wird, dass 2009 vorbei ist und dass es wieder aufwärts geht", sagte Diemer heute am Sitz des Unternehmens in Neu-Isenburg. Und mit einem Lächeln fügte er hinzu: "Forget 2009!" – Lasst uns das vorige Jahr abhaken.

Denn das lief auch für Airplus alles andere als erfreulich. In Deutschland verzeichnete der Anbieter ein Minus von 23 Prozent, das  allein durch ein recht gutes internationales Neukunden-Geschäft auf insgesamt minus 7 Prozent angehoben wurde. Der Umsatz ging von 18,1 auf 17,1 Mrd zurück, das Ergebnis blieb mit 17,2 Mill dennoch im schwarzen Bereich.

Positiv: Airplus entließ trotz Krise niemanden, übernahm alle Azubis und meldete keine Kurzarbeit an. Erfolge verbuchte die Lufthansa-Tochter im Geschäft in China, Singapur und Australien - Schwerpunkte auch 2010.

Vor allem aber: Die Krise scheint überwunden zu sein. "Die Talsohle war im August und September 2009", sagt Diemer: "Seither geht es klar aufwärts."

Dies allerdings nur, weil die Unternehmen wieder mehr reisen. Die Preise für Flugtickets und Hotels sind nach wie vor im Keller. So kostet ein Flugschein derzeit 495 Euro im Durchschnitt, 2008 waren es  noch 569 Euro. Und die Business Class verliert erdrutschartig. Sie wird von nur noch 7 Prozent der Firmen gebucht. 2001 waren es noch 43 Prozent gewesen. Größter Gewinner ist die Bahn, die in der Krise ein Plus von 6 Prozent verbuchte und seit Januar 2010 weitere 16 Prozent zulegt. Und so sonnig soll es bleiben, erneute Wintereinbrüche sieht Diemer nicht. Sein Ziel: in diesem Jahr 65 Prozent des 2009 verlorenen Umsatzes zurückholen. Es wird heiß.

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