BCD Travel setzt Kurzarbeit aus

Beendet die Kurzarbeit: BCD-Geschäftsführer Stefan Vorndran
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Beendet die Kurzarbeit: BCD-Geschäftsführer Stefan Vorndran

Die Geschäftsreise-Büros haben ihre Kapazitäten deutlich ausgebaut. Marktführer BCD-Chef Stefan Vorndran setzt sogar kurzfristig die Kurzarbeit aus.

"Wir tun alles dafür, um den Kunden zu helfen", sagte Klaus Henschel, Geschäftsführer der Lufthansa City Center. Allerdings verfüge derzeit niemand über verlässliche Auskünfte zum Flugbetrieb, so dass individuell nach Alternativen gesucht werden müsse. Alle großen Ketten verzeichnen derzeit eine Flut von Anfragen, die nur schwer organisierbar sind.

Marktführer BCD Travel hat jetzt reagiert und setzt die seit einem Jahr geltende Kurzarbeit vorläufig aus. Man rechne durch die Folgen des Vulkanausbruchs auch in den kommenden Wochen mit erhöhtem Arbeitsaufkommen, teilte eine Unternehmenssprecherin mit.

Bislang ist allerdings unklar, welche Auswirkungen der Vulkanausbruch auf das Volumen im Geschäftsreise-Verkehr haben wird. Ein Rückgang längerfristiger Buchungen sei bislang nicht erkennbar, sagte CWT-Managerin Eggler. Naturgemäß seien kurzfristige Buchungen für diese Woche stark rückläufig. CWT empfehle den Kunden aktiv die Nutzung von Video- und Telefon-Konferenzen.

Ralph Osken, Geschäftsführer von FCM Travel Solutions, lobt die Firmenkunden. "Es gibt eine gewisse Gelassenheit und viel Verständnis", sagte er. Viele Kunden würden ihre Reisen auf zeitnahe Alternativ-Termine legen. Umbuchungen seien weitaus häufiger als Stornierungen, erklärte er. Die meiste Arbeit verursache zurzeit aber der Heimtransport und die Betreuung von Reisenden, die im Ausland festsitzen.

Die Reisebüros beschäftigt die zurzeit laufende Stornierungs- und Umbuchungswelle auch deshalb so intensiv, weil häufig alternative Verkehrsträger gewählt werden müssen. So würden nun auch für längere Reisen quer durch Europa Bahntickets und Mietwagen gebucht, hieß es bei CWT. Hierfür sei der Beratungsaufwand und damit die interne Bearbeitungsarbeit aber deutlich höher als für die Ausstellung eines Flugtickets.

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