Bahn will Reisegutscheine verteilen

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Am Wochenende sind in ICE-Zügen die Klimaanlagen ausgefallen, etliche Passagiere dehydrierten. Nun ermittelt die Bundespolizei gegen die Bahn. Bahnchef Rüdiger Grube versucht, den Image-Schaden zu begrenzen.

Am Samstag musste die Bahn unter anderem drei ICE evakuieren, in denen die Klimaanlagen ausgefallen waren. Am Hauptbahnhof in Bielefeld war ein ICE aus Berlin gestoppt worden, nachdem sich die Situation in dem überhitzten Zug dramatisch zugespitzt hatte. Mehrere Schüler und ältere Menschen erlitten einen Hitzekollaps und lagen dehydriert in den Gängen. Sie mussten medizinisch versorgt werden.

Seit Sonntag ermittelt auch die Bundespolizei. Sie geht dem Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung und der unterlassenen Hilfeleistung durch das Zugpersonal nach. Nach Angaben der Polizei wusste die Bahn von der defekten Klimaanlage. Dennoch sei der Zug weitergefahren und habe in Hannover noch Zugreisende aus anderen ICE mit defekten Anlagen aufgenommen. In Bielefeld war am Sonnabend ein ICE gestoppt worden, nachdem mehrere Passagiere einen Hitzekollaps erlitten hatten. Nach Ausfall der Klimaanlage herrschten in dem überfüllten Zug Temperaturen von bis zu 50 Grad. In zwei weiteren ICE gab es ebenfalls Probleme mit der Klimaanlage.

Die Bahn müht sich indessen um Schadensbegrenzung. Bahnchef Rüdiger Grube entschuldigte sich per Telefon persönlich bei Schülern und Lehrern und drückte sein Bedauern aus. Vorstand Ulrich Homburg sagte, die Bahn bedaure, "dass einzelne Fahrgäste auch gesundheitliche Beeinträchtigungen erlitten und sogar im Krankenhaus behandelt werden mussten". Zugleich kündigte er eine Entschädigung für hitzebedingte Verspätungen an. Alle Betroffenen sollten sich bei der Bahn melden. Im Gespräch sind Reisegutscheine.

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