Aschewolke bleibt Risikofaktor

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Entwarnung: Nach den erneuten Sperrungen im Luftverkehr am Wochenende wegen Vulkanasche aus Island ist nun wieder Normalbetrieb angesagt.

Ebenfalls stark eingeschränkt war der Flugverkehr am Wochenende in Spanien, Portugal, Norditalien und Österreich. Teilweise mussten die Airports dort bereits am Samstagmorgen den Betrieb stoppen.

Das Ausmaß der neuen Flugstörungen war weitaus geringer als im April. Im Vormonat hatte der Vulkan fast den gesamten europäischen Luftverkehr mehrere Tage lang lahmgelegt. Die Schließung von hunderten Flughäfen löste ein Chaos aus, mehr als acht Millionen Reisende saßen fest. In Deutschland war der Luftraum für viereinhalb Tage ganz oder teilweise gesperrt. Allein hierzulande fielen 40.000 Flüge aus.

Erneut seien für die Entscheidung nur Computer-Simulationen herangezogen worden, kritisierten Vertreter von Lufthansa und Air Berlin am Wochenende. Auch Fly-Niki-Chef Niki Lauda wäre lieber geflogen: Die Asche sei für die Luftfahrt völlig unbedenklich, sagte Lauda.

Nach wie vor kritisieren die deutschen Airliner das Krisen-Management der Politik. Es fehle ein Bewusstsein dafür, dass die Luftfahrt eine systemrelevante Rolle in unserem Wirtschaftsgefüge spiele. Mehrere Airliner forderten daher am Rande einer Branchen-Veranstaltung am Wochenende in Hamburg Entlastungen für die Airlines. "Im Schnitt können die Fluggesellschaften ein Flugverbot von sieben Tagen überleben, länger nicht", sagte ein Airline-Vorstand am Wochenende.

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