Ambitionierte Ziele

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Accor stellt Investoren in Paris seine Wachstumspläne vor: Der Hotel-Konzern will ab 2012 jährlich 35.000 bis 40.000 neue Zimmer eröffnen. Dem gegenüber steht weiterhin ein rigides Sparprogramm.

Accor will sich weltweit als größter Hotel-Betreiber profilieren und seine Präsenz international deutlich ausbauen. Heute schon betreibe das Unternehmen mit insgesamt 493.000 Zimmern das größte bewirtschaftete Hotelnetz der Welt. Ab 2012 will der Pariser Hotelkonzern jährlich 35.000 bis 40.000 weitere Häuser in Europa und in wachstumsstarken Ländern eröffnen, ein Großteil davon über Management- und Franchise-Verträge.

Insgesamt zieht sich Accor zunehmend aus kapitalintensiven Betriebsformen, vor allem im Mittelklasse- und Luxus-Segment zurück. Bis 2013 will Accor ein Drittel der Häuser, die bis Ende 2009 zum Konzern gehörten oder mit festen Pachtverträgen betrieben werden, in Management- oder Franchise-Verträge umwandeln. 450 Mill. Euro Erlös erhofft sich die Hotel-Kette durch die in diesem Jahr geplanten Verkäufe. Die Hälfte davon sei bereits Ende April realisiert worden. Bis 2011 will Accor schuldenfrei sein. Die Strategie fußt auf drei Säulen: Variable Pachtverträge im Economy-Segment, Management-Verträge für die Mittelklasse- und Luxus-Häuser und Franchise-Modelle für Economy- und Mittelklasse-Marken. Bei den Marken Ibis und Etap setzt Accor hingegen auf feste Pachtverträge und investiert in eigene Häuser.

Nach einem äußerst schwierigen Jahr mit Einsparungen von 87 Mill. Euro will Accor am eingeschlagenen Sparkurs festhalten. Um die 45 Mill. Euro sollen noch in diesem Jahr in den Zentralen gespart werden. Bei positiver Marktentwicklung seien keine weiteren Stellenkürzungen geplant, sagte Deutschland-Chef Peter Verhoeven noch im November gegenüber der fvw. Allein durch Bündelungen beim Einkauf wolle der Konzern mittelfristig Einsparungen von 30 Mill. Euro bis 40 Mill. Euro erzielen, hieß es vor den Investoren in Paris. Oberstes Ziel: Die Effizienz zu steigern und bis 2015 eine Marge vor Steuern, Abschreibungen und Leasing-Kosten zwischen 1,5 und 2 Prozent zu erreichen, die so genannte EBITDAR-Marge.

Nach einer Markt-Erholung im ersten Quartal dieses Jahres rechnet Accor langfristig mit einer steigenden Nachfrage in den Industrie- und Schwellenländern. Bis 2015 plant der Konzern eine Umsatzsteigerung von bis zu 200 Mill. Euro (einschließlich externer Gebühren von 30 Mill. Euro bis 40 Mill. Euro).

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