Airlines trauen Vulkan-Daten nicht

AEA-Chef Ulrich Schulte-Strathaus
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AEA-Chef Ulrich Schulte-Strathaus

Auch die jüngsten Luftraum-Sperrungen wegen der Aschewolke waren möglicherweise überflüssig. Jedenfalls hätten Testflüge die Wolken-Berechnungen nicht bestätigt, so AEA-Chef Ulrich Schulte-Strathaus.

"Sicherlich kann das VAAC eine Aschevorhersage anbieten, aber Europa muss endlich Lehren aus den Erfahrungen der vergangenen Wochen ziehen." Frankreich habe jüngst Ergebnisse von Testflügen mit den Daten der meterologischen Büros für eine eigene Analyse genutzt. Auch in anderen Ländern sieht AEA Bewegung. Nun müssten die Daten zusammengeführt werden, um die Piloten mit richtigen und exakten Daten zu versorgen.

Für die Bewertung der Messdaten könne man auf die Erfahrungen aus anderen Regionen der Welt zurückgreifen, beispielsweise auf die USA. Schulte-Strathaus: "In den USA wird eine Datenquelle verwendet, deren Ergebnisse sich in der Praxis als robust, exakt und aktuell erwiesen hat." Der Verband fürchtet in Europa ein Durcheinander, wenn jeder Staat eigene Maßstäbe und Entscheidungsprozesse entwickelt. In der Association of Europan Airlines (AEA) sind 36 Fluggesellschaften, vorwiegend Netz-Carrier, vertreten. Zusammen befördern sie jährlich mehr als 345 Mill. Passagiere.

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