Air Berlin will mehr Niki-Anteile

Will Airline-Boss Niki Lauda mehr Anteile an Air Berlin abgeben?
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Will Airline-Boss Niki Lauda mehr Anteile an Air Berlin abgeben?

Air Berlin bestätigt, dass es fortgeschrittene Verhandlungen um eine höhere Beteiligung an Niki Laudas Fluggesellschaft Niki gibt.

Georg Jegminat

Angesichts der Spekulationen sah sich die börsennotierte Air Berlin zu einer Ad-hoc-Mitteilung genötigt und ist darüber offenbar nicht glücklich. Es heißt: "Im Hinblick auf die in der österreichischen Presse wiedergegebenen Äußerungen ihres österreichischen Partners Herrn Andreas Nikolaus Lauda teilt die Air Berlin plc Folgendes mit:

"Die Air Berlin plc befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen über eine Aufstockung ihrer Beteiligung an der Niki Luftfahrt GmbH, Wien. Die Verhandlungen sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen, die erforderliche Zustimmung des Board der Air Berlin plcsteht noch aus. Eine Sitzung des Board ist für morgen, 17. Februar 2010 vorgesehen."

Air Berlin hatte sich im Jahr 2004 an Niki beteiligt. Seither haben sie in Arbeitsteilung ihre Streckennetze entwickelt. Air Berlin hat zudem Niki-Daten auf ihren IT-Systemen verarbeitet und den Verkauf von Tickets unterstützt.

Bei der Expansion hatte sich Niki Lauda aber nicht immer auf das von Air Berlin gewünschte Tempo eingelassen. Nach seinen Erfahrungen mit Lauda Air in früheren Jahren will er möglichst wenig Risiko eingehen. Andererseits könnte eine Aufstockung von Air Berlin weitere Kooperationsmöglichkeiten beispielsweise beim Flotteneinkauf oder beim Einsatz von Jets eröffnen. Außerdem könnten sie die Allianz gegen den Verbund Lufthansa-AUA stärken. Es gibt also zahlreiche Argumente, die für ein Zusammenrücken der beiden Fluggesellschaften spricht.

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