Air Berlin fliegt Dubai

V.l.n.r.: Joachim Hunold, Air Berlin, Klaus Wowereit und Prof. Dr. Rainer Schwarz, Sprecher der Berliner Flughäfen
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V.l.n.r.: Joachim Hunold, Air Berlin, Klaus Wowereit und Prof. Dr. Rainer Schwarz, Sprecher der Berliner Flughäfen

Nun bekommen die Berliner Flughäfen endlich ihre lang ersehnte Fernstrecke nach Dubai. Doch nicht Wunschkandidat Emirates nimmt die Verbindung in den Flugplan auf.

Rita Münck

Homecarrier Air Berlin plant, mit Beginn des Winterflugplans dreimal wöchentlich mit einem Airbus A-330-200 ab Tegel Richtung Dubai abzuheben. Ebenfalls neu im Flugplan werden die Air-Berlin-Ziele Miami und Mombasa sein. Die Florida-Verbindung wird die Airline zweimal wöchentlich ab Tegel und den Mombasa-Flug einmal wöchentlich anbieten. Das gab die Airline heute gemeinsam mit Flughafen-Chef Rainer Schwarz und dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, in Berlin bekannt (siehe Foto).

Für Flughafen-Chef Schwarz ist das neue Air-Berlin-Engagement ein großer Erfolg. „Besonders von der Dubai-Verbindung versprechen wir uns sehr viel“, so Schwarz gegenüber fvw.de. Bereits seit Jahren arbeitet er daran, den arabischen Carrier Emirates nach Berlin zu holen. Das Thema ist ein Politikum: Trotz intensiver Lobby-Arbeit will die Bundesregierung Emirates nicht die notwendige Erlaubnis erteilen, in Berlin zu landen. Der Lufthansa-Konkurrent muss sich – auch auf Druck der Kranich-Airline – vorerst mit den Abflughäfen Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt und München zufriedengeben. „Daran wird sich auf vorerst nichts ändern“, so die Einschätzung von Schwarz. Er habe sich deshalb um eine Alternative bemüht und sei nun mit der Lösung Air Berlin sehr glücklich.

Man darf davon ausgehen, dass Air Berlin die Dubai-Route im Einvernehmen mit Emirates aufnimmt. Nicht auszuschließen ist, dass die beiden Airlines hier künftig zusammenarbeiten werden. Schon jetzt leistet Air Berlin Zubringer-Dienste für die in Deutschland an- und abfliegenden Emirates-Jets. Dass Air Berlin künftig Weiterflüge mit Emirates via Dubai vertreibt, wäre angesichts dessen ein logischer weiterer Schritt. Gespräche darüber hat es fvw-Informationen zufolge in der Vergangenheit bereits gegeben.

„Mit den drei neuen Langstreckenverbindungen sind wir unserem Ziel, Berlin als Ost-West-Drehscheibe zu etablieren, wieder einen Schritt näher gekommen“, freut sich Schwarz. Sein Wunsch war es, zum Start des neuen Großflughafens BBI im kommenden Herbst zwölf Langstrecken-Ziele im Angebot zu haben. „Das werden wir nun bereits im Winter erreichen. Wir sehen das als ein klares Bekenntnis der Fluggesellschaften zum Standort Berlin und zum neuen Airport“, sagte Schwarz im fvw.de-Gespräch.

Das Air-Berlin-Engagement werde enorme wirtschaftliche Effekte haben, lobte der Flughafen-Chef: Weil die Airline eine zusätzliche Maschine in Berlin stationiert, entstehen laut Schwarz 120 direkte neue Arbeitsplätze. Insgesamt geht er davon aus, dass die drei zusätzlichen Langstreckenverbindungen mehr als 100.000 zusätzliche Passagiere pro Jahr bringen werden. Allein durch die Dubai-Route dürfte Berlin jährlich bis zu 80.000 Fluggäste mehr zählen dürfen, so Schwarz.

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