Umfrage

Warum Mitarbeiter kündigen

Und Tschüss! Wenn Mitarbeiter ihre Sachen packen und ihrem Job den Rücken kehren, hat das oft ähnliche Ursachen.
Gettyimages
Und Tschüss! Wenn Mitarbeiter ihre Sachen packen und ihrem Job den Rücken kehren, hat das oft ähnliche Ursachen.

Eine Umfrage zeigt, aus welchen Gründen Beschäftigte ihren Job wechseln und was ihnen im Beruf am wichtigsten ist. Aus dem Ergebnis können Arbeitgeber lernen.

Der häufigste Grund für eine Kündigung eines Arbeitnehmers ist eine zu geringe Wertschätzung durch ihre Vorgesetzten: Rund 45 Prozent der Befragten geben dies als Ursache für ihren Arbeitgeberwechsel an, so eine Umfrage der Vergütungsanalysten von Compensation Partner und des Portals Gehalt.de unter rund 1000 Personen. Weitere 40 Prozent kündigten aufgrund eines zu niedrigen Gehaltes und 38 Prozent der Befragten erhielten ein besseres Angebot von einem anderen Unternehmen. "Eine angemessene Vergütung ist bei der Reduzierung der Mitarbeiter-Fluktuation essenziell", erklärt Tim Böger, Chef von Compensation Partner.

Besonders wichtig im Job sind über die Hälfte der Befragten (56 Prozent) eine positive Atmosphäre im Team. Für 38 Prozent der Teilnehmer ist ein gutes Verhältnis zum Chef entscheidend und 37 Prozent legen den größten Wert auf eine ausgewogene Work-Life-Balance. Das Gehalt folgt auf dem vierten Platz mit 33 Prozent. Weit abgeschlagen ist dagegen der Firmenwagen, den nur 4,3 Prozent "sehr wichtig" finden. "Zeit und Flexibilität sind heute kostbarer als ein Auto auf Unternehmenskosten", so Böger.

Und wenn Mitarbeiter über einen Jobwechsel nachdenken? Knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) würde wegen eines unangemessenen Gehalts ihr Unternehmen verlassen. Zu den weiteren wichtigen Argumenten gehören Überlastung durch zu viel psychischen Druck sowie wenig Wertschätzung seitens des Vorgesetzten (jeweils 43 Prozent).

Um ihre Beschäftigten langfristig zu halten, sollten Arbeitgeber auf die Wünsche der Beschäftigten eingehen: Am wichtigsten ist ihnen laut Umfrage eine ehrliche und aktive Kommunikation (58 Prozent), dicht gefolgt von attraktiven Aufstiegsmöglichkeiten und ein höheres Einkommen (56,4 Prozent) sowie von hoher Wertschätzung (56 Prozent). Zudem wünschen sich 42 Prozent der Befragten flexible Arbeitszeiten in Form von Home-Office und Gleitzeit. Ein attraktives Arbeitsumfeld mit den obligatorischen Benefits vom Kicker bis zum Obstkorb spielen für die Kollegen dagegen kaum eine Rolle (7 Prozent).
Kommentare

Ihre E-Mail wird weder veröffentlicht noch weitergegeben. Notwendige Felder haben einen *

Spielregeln

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats