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Das Homeoffice in den Süden verlegen

Homeoffice muss nicht in der eigenen Küche stattfinden. Immer mehr Remote Worker arbeiten lieber ganz woanders.
JoinMyTrip
Homeoffice muss nicht in der eigenen Küche stattfinden. Immer mehr Remote Worker arbeiten lieber ganz woanders.

Mit dem November-Lockdown ist für viele Beschäftigte wieder Homeoffice angesagt. Doch statt an den heimischen Küchentisch verlegen immer mehr Remote Worker ihr Homeoffice in den Süden.

Gerade in der kalten, grauen Jahreszeit kann es schon mal schwer fallen, sich hierzulande zu konzentrieren und die Stimmung hoch zu halten. "Aktuell machen die Coworking Trips einen Großteil unserer Buchungen aus", berichtet Niels Mueller-Wickop, Mitgründer vom Start-up Joinmytrip. Im Angebot sind dabei "sichere Reiseziele" wie zum Beispiel Gran Canaria, Faro und Lagos. Informationen zu Bestimmungen und Entwicklungen werden täglich aktualisiert.

Auf der Plattform Joinmytrip können sich Gleichgesinnte finden, die gemeinsam ihr Homeoffice ins Ausland verlegen wollen. Das Konzept: Nutzer können sich als Trip Mate oder Trip Leader anmelden. Je nachdem planen sie eine eigene Reise und suchen dafür Mitreisende, oder aber sie wählen zwischen den verschiedenen Angeboten anderer Mitglieder eine geplante Reise aus.

Die Teams vom Start-up Joinmytrip sind ebenfalls in der ganzen Welt verteilt. Mueller-Wickop: "Schon vor Corona hatten 30 Prozent unserer Mitarbeiter Anspruch auf Remote Work."

Und auch wer in Deutschland bleibt, muss nicht in seinen vier Wänden bleiben. Alle, die in ihrer Heimatstadt mal einen Tapetenwechsel brauchen, können unter anderem bei A&O Hotels ein Lockdown-Zimmer buchen. Die Auszeitkampagne mit Preisen ab 25 Euro im Einzel- oder Doppelzimmer richtet sich an "gestresste Städter und Familien".

Auf Wunsch können verschiedene Komplettpakete gebucht werden, zum Beispiel ein Einzelzimmer mit Pizza und Getränk für 30 Euro. Das Angebot gilt in allen Häusern in Deutschland und soll "etwas Abstand vom Alltag" ermöglichen. Es gehe um "kurzfristige kleine Fluchten in Zeiten, die kaum mehr Raum lassen".
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