Mehr Gehalt, mehr Teilzeit, mehr Freizeit

Das ändert sich bei der Ausbildung

Änderungen im Berufsbildungsgesetz: Mindestvergütung und Teilzeit-Ausbildung sollen Ausbildung attraktiver machen.
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Änderungen im Berufsbildungsgesetz: Mindestvergütung und Teilzeit-Ausbildung sollen Ausbildung attraktiver machen.

Neues Jahr, neue Regeln: Das reformierte Berufsbildungsgesetz will berufliche Bildung attraktiver machen, dieses Jahr gelten beim Thema Aus- und Weiterbildung diverse Änderungen.

So wurde zum 1. Januar neben dem höheren Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde auch ein Mindestlohn für Auszubildende eingeführt. Laut Bildungsministerium bekommen Azubis 2020 im ersten Lehrjahr mindestens 515 Euro pro Monat, 2021 steigt dieser Betrag auf 550 Euro, 2022 auf 585 Euro und 2023 auf 620 Euro. Zudem erhöht sich die Mindestvergütung im zweiten Lehrjahr um 18 Prozent, im dritten um 35 Prozent und im vierten um 40 Prozent.

Daneben erleichtert die Reform des Berufsbildungsgesetzes eine Ausbildung in Teilzeit. Zwar ist eine Teilzeit-Ausbildung bereits seit 2005 möglich, stand aber bislang nur Menschen mit entsprechenden familiären Verpflichtungen offen. Seit diesem Jahr kann jeder eine Ausbildung in Teilzeit absolvieren. Einzige Voraussetzung ist, dass sich Auszubildende und Betrieb einig sind.

Neu ist zudem die Gleichstellung von erwachsenen mit jugendlichen Auszubildenden bei der Freistellung und Anrechnung von Berufsschulzeiten und Prüfungen. Jetzt gilt auch für erwachsene Auszubildende, dass sie einmal in der Woche für einen ganzen Berufsschultag freigestellt werden, wenn dieser mehr als fünf Unterrichtsstunden beinhaltet. Eine Freistellung erfolgt auch in Berufsschulwochen mit einem planmäßigen Blockunterricht von mindestens 25 Stunden an fünf Tagen, so das Ministerium. Zudem haben Auszubildende unmittelbar vor der schriftlichen Abschlussprüfung den Anspruch auf einen freien Tag.

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