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Reiseanalyse attestiert Rekord bei Auslandsreisen

Ihren Urlaub verbringen viele Bundesbürger im Ausland.
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Ihren Urlaub verbringen viele Bundesbürger im Ausland.

Die Urlaubsnachfrage der Bundesbürger zeigt laut der Reiseanalyse 2019 Rekorde. 40 Prozent besuchten erstmals ein für sie neues Reiseziel.

Die Deutschen sind in Urlaubsstimmung. Mehr als 71 Prozent der Bevölkerung wussten bereits im Januar, dass sie in diesem Jahr sicher oder wahrscheinlich in die Ferien fahren werden. Für gerade einmal elf Prozent fallen 2019 die schönsten Wochen des Jahres aus. Das zeigt die repräsentative Reiseanalyse (RA) 2019, die auf 7733 persönlichen Interviews und 5064 Online-Befragungen basiert. Demnach sind im vergangenen Jahr 55 Mio. Bundesbürger länger als fünf Tage in die schönsten Wochen des Jahres entschwunden, das sind immerhin eine Million mehr als noch im Jahr davor. Das Gesamtvolumen der Ausgaben betrug mehr als 71 Mrd. Euro. Hinzu kommen 35 Mio. Kurzreisende, die mehr als 23 Mrd. Euro ausgegeben haben.

"Der Markt und die Nachfrage entwickeln sich kontinuierlich weiter", beobachtet Martin Lohmann, wissenschaftlicher RA-Berater. Diese Beständigkeit bedeute aber nicht, dass die Kunden stets das Gleiche machen. "Immerhin 40 Prozent der Urlauber haben erstmals ein neues Reiseziel besucht", sagt der Wissenschaftler. Die Neugier bleibe damit eine wichtige Triebfeder.

Einen Rekord gibt es auch bei den Reisen ins Ausland. Von den 70 Mio. Urlaubsreisen führten 51 Millionen über die Grenze. Unangefochtener Spitzenreiter bleibt Spanien, gefolgt von Italien und Türkei. Erstmals hat es Ägypten wieder unter die zehn wichtigsten Reiseziele geschafft. Fernreiseländer finden sich nicht unter den Top Ten.

Die Fernstrecke ist mit acht Prozent der Urlaubsreisen stabil geblieben, wobei vor allem Nordamerika und Südostasien im Trend lagen. Der Deutschen absoluter Urlaubsliebling bleibt mit 27 Prozent das eigene Land. Und die Reisenden werden älter. Im vergangenen Jahr zählten 49 Prozent mehr als 50 Lenze. 2019 werden es schon 52 Prozent sein, schätzt die RA.

Der Gesamtmarkt bleibt stabil. Lediglich die Kurzreise zeige – wie Lohmann es formuliert "ein braves Wachstum". Doch so angenehm ein stabiler Markt auf den ersten Blick auch erscheinen mag, für Anbieter und Destinationen bedeutet dies mehr Wettbewerb untereinander.

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