Reisevertrieb

ASR bringt Palästina-Spezialisten ins Reisebüro

ASR-Präsident Jochen Szech mit Radmila Labus von Messe-Reisen Falk bei der ITB-Pressekonferenz.
Gregor Zielke
ASR-Präsident Jochen Szech mit Radmila Labus von Messe-Reisen Falk bei der ITB-Pressekonferenz.

Reisen nach Palästina, Israel und Jordanien abseits des Massenpilgertourismus anzubieten – das haben sich elf Incoming-Agenturen, allesamt Mitglieder der Holy Land Incoming Operators Association (Hiltoa), auf die Fahnen geschrieben.

Der Mittelstandsverband ASR und der deutsche Veranstalter Messe-Reisen Falk haben ein Konstrukt geschaffen, um die Angebote direkt an den Counter zu bringen.
"Frag Dein Reisebüro" – so steht es in großen Buchstaben auf dem neuen Katalog, in dem elf Incoming-Agenturen aus den Heiligen Land insgesamt 40 Reisen nach Palästina, Israel und Jordanien anbieten. "Es gibt eine große Nachfrage nach neuen Zielen im Heiligen Land", sagt Michael Awad, Vice President der Hiltoa. Die Incoming-Agenturen wollen damit nicht direkt an den Endkunden oder gar an große Veranstalter, sondern sie suchen den Weg über das Reisebüro. Im erstmals erschienenen deutschsprachigen Katalog enthalten sind zumeist einwöchige Gruppen- und Studienreisen zu Preisen zwischen 1000 und 3000 Euro. Zehn Prozent Provision ab der ersten Buchung, kein Mindestumsatz, versprechen die Anbieter dem Counter.

Entstanden ist das Angebot mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die den Incoming-Agenturen bei der Produktgestaltung geholfen hat.

Gebündelt wird das Angebot in Form des Katalogs, der über den in Deutschland ansässigen Veranstalter Messe-Reisen Falk erhältlich ist. "Wir sehen uns als Consolidator für die Incoming-Agenturen", sagt Radmila Labus, bei Falk Reisen für Business Developement zuständig. Das Unternehmen organisiert ansonsten Delegataions- und Messereisen für Wirtschaftslenker und Politiker in die ganze Welt. Mit Unterstützung des Bundesverband ASR, Allianz selbständiger Reiseunternehmen, sollen die Angbote im deutschen Reisevetrieb platziert werden. "Das sind erklärungsbedürftige Produkte, die sich nicht einfach online buchen lassen. Das ist eine große Chnace für das Reisebüro", sagt ASR-Präsident Jochen Szech. Über die Reisebürokooperation TSS sollen die Angebote vertrieben werden. "Wir starten im April und September mit Roadshows bei den TSS-Büros", so Radmila Labus.
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