Flug-Portal (fvw exklusiv)

Invia will Fluege.de verkaufen

Boris Raoul ist CEO der Invia Group.
Invia GmbH
Boris Raoul ist CEO der Invia Group.

Der Portalbetreiber Invia will sich von Fluege.de trennen. Das bestätigt Invia-Chef Boris Raoul. Für den Flugvermittler dürfte es eine Reihe von Interessenten geben.

Nach Informationen aus der Branche will die Invia-Gruppe Fluege.de verkaufen, um sich auf das größere und margenstärkere Geschäft mit der Vermittlung von Veranstalterreisen mit der Hauptmarke Ab-in-den-Urlaub.de zu konzentrieren. "Es gibt einen Verkaufsprozess", bestätigt Boris Raoul, CEO der Invia Group, der fvw, ohne weitere Details zu nennen. Das Fluggeschäft ist in der Gesellschaft Invia Flights Germany gebündelt. Neben Fluege.de gehören dazu weitere Marken wie Airline-direct.de.

In der Online-Flugvermittlung kommt es vor allem auf Größe an. Das Geschäft wird von internationalen Unternehmen wie Expedia, Edreams Odigeo – in Deutschland vor allem mit der Marke Opodo vertreten – und der Skyscanner-Mutter Ctrip dominiert. Fluege.de zählt nach Einschätzung von Branchenexperten zu den drei größten Flugvermittlern in Deutschland und ist das letzte große deutsche Flug-OTA.

Als Interessenten gelten in der Branche Unternehmen, die ihre Präsenz auf dem deutschen Markt verstärken wollen, so wie es die Lastminute.com Group mit dem Kauf von Weg.de getan hat. So könnten etwa Firmen wie die schwedische frühere Pro-Sieben-Sat1-Tochter Etraveli, aber auch Portale aus außereuropäischen Ländern in Frage kommen.

Fluge.de galt bis zur Insolvenz der früheren Mutter Unister sogar als Marktführer im deutschen Flugvertrieb. Der Investor Rockaway Capital aus Prag hatte im Frühjahr 2017 die Unister-Reiseportale übernommen und sie in die Invia-Gruppe integriert. Invia ist der Name des tschechischen Reiseunternehmens, das Rockaway 2016 übernommen hatte. Invia ist nach Angaben von Jaroslaw Czernek, Partner bei Rockaway Capital und Aufsichtsratsvorsitzender der Invia Group, die Nummer eins im Online-Reisevertrieb in Tschechien, der Slowakei sowie Ungarn und steht mit der Tochter Travelplanet gleichauf mit einem Mitbewerber an der Spitze in Polen.
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