Provisionsmodell

Ameropa zahlt einstellige Einstiegsprovision

In die Diskussion um auskömmliche Reisebüro-Provisionen fällt das neue Provisionsmodell von Ameropa. Für das begonnene Touristikjahr wird die Einstiegsprovision einstellig. Ameropa-Geschäftsführer Kai de Graaff nimmt Stellung zu den Hintergründen.

07.11.2018, 14:22 Uhr
Sieht Produkte wie Hotel-und-Bahn-Pakete als mit geringem Aufwand verbunden: Ameropa-Geschäftsführer Kai de Graaff.
Foto: Holger Peters Fotografie

Im neuen Touristikjahr 2018/19 sind die Provisionen bei Ameropa unter 15.000 Euro einstellig. Die Grund- und Staffelprovisionen für stationäre Einzelreisebüros, die fvw.de vorliegen, sehen 7 Prozent Grundprovision für Reisebüros mit einem Jahresumsatz bis 10.000 Euro vor. Bis 14.999 Euro gibt es 9 Prozent, bis 29.999 Euro 10 Prozent. Hinzu kommt eine Staffelprovision. Ein Prozent kommt bei einem Jahresumsatz bis 74.999 Euro hinzu, zwei Prozent bei einem Umsatz bis 119.999 Euro und drei Prozent bei einem Umsatz über 120.000 Euro.

Ameropa hatte jahrelang zehn Prozent Provision ab der ersten Buchung gezahlt. Der Veranstalter gab an, dass es weiterhin generell keinen Mindestumsatz oder eine Malusregelung gebe, die Staffelprovision werde auf den gesamten Umsatz ausgezahlt. 10.000 Euro könnten in einigen Fällen bereits mit einer einzigen Bahn-Erlebnisreise erreicht werden. Zudem seien bei drei Provisionsstufen die Umsatzschwellen um bis zu 30.000 Euro reduziert worden.

„Wir kennen die Situation des stationären Vertriebs durch unsere langjährige Partnerschaft sehr gut und haben volles Verständnis für die Forderung nach einer aufwandsgerechten Verprovisionierung. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die gestiegene Arbeitsbelastung der Expedienten auf Ursachen zurückgeht, die in keinerlei Verbindung zum Ameropa Kernprodukt stehen“, sagte Ameropa-Geschäftsführer Kai de Graaff auf Nachfrage. Der Verkauf von Hotels oder Hotel-und-Bahn-Paketen sei für Reisebüros mit sehr geringem Aufwand verbunden. Zeitraubende Ereignisse wie Flugzeitänderungen, Airline-Insolvenzen oder Überbuchungen würden Ameropa-Reisen nicht betreffen. „Dort, wo der Verkauf etwas beratungsintensiver ist, also im Bereich der Bahn-Erlebnisreisen, bieten wir den Reisebüros schon seit Langem umfangreiche und wertvolle Unterstützung. Wer diese Angebote in Anspruch nimmt, kann mit unserem angepassten Provisionsmodell sogar schneller mehr mit uns verdienen.“ (ASC)

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