Vorerst keine Streiks

Bund greift Bahn-Management an

Zumindest der Tarifkonflikt mit der Bahn-Gewerkschaft EVG ist gelöst – und ein neues Verkehrschaos durch Arbeitskämpfe kurz vor Weihnachten damit vom Tisch. Aber der Bund knöpft sich die Konzernspitze vor.

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17.12.2018, 07:35 Uhr

Die Bundesregierung erhöht angesichts der Pannen bei der Deutschen Bahn den Druck auf das Management und fordert einen raschen Umbau des Staatskonzerns. „Wir sind besorgt darüber, wie der DB-Vorstand das System Bahn fährt. Mit der Leistung kann man nicht zufrieden sein“, kritisierte der Parlamentarische Staatssekretär im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU). Er macht Führungsfehler für die häufigen Probleme des Unternehmens verantwortlich.

Bei der bundeseigenen Bahn sei eine Neustrukturierung nötig. „Wir erwarten, dass der Vorstand der Bundesregierung bis März ein entsprechendes Konzept vorlegt“, sagte der Beauftragte der Bundesregierung für den Schienenverkehr der „Welt am Sonntag“ weiter. „Erste Ergebnisse wollen wir bei einem Termin im Januar hören.“ Der Bund sitzt als Eigentümer auch mit Vertretern im Aufsichtsrat und kontrolliert somit das Management.

Zumindest Streiks bei der Bahn und damit ein erneutes bundesweites Verkehrschaos sind nach der Tarifeinigung mit der Gewerkschaft EVG bis Jahresende vom Tisch. Das gilt auch für den weiter ungelösten Tarifkonflikt mit der Lokführer-Gewerkschaft GDL.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hatte sich nach tagelangen Verhandlungen am Samstagmorgen auf ein Tarifpaket mit der Deutschen Bahn verständigt. Es sieht eine Lohnerhöhung in zwei Stufen vor: Zum 1. Juli 2019 sollen die Löhne um 3,5 Prozent steigen, ein Jahr später noch einmal um 2,6 Prozent. Zudem erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 1000 Euro. Die neuen Tarifverträge haben eine Laufzeit von 29 Monaten. Das weitreichende Gesamtpaket umfasst außerdem Verbesserungen für Nachwuchskräfte sowie neue Wahlmöglichkeiten.

 
 
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