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Bis zu fünf Jahre Haft drohen dem Lokführer

Es stünden auch arbeitsrechtliche Konsequenzen im Raum. Welche das sein könnten, ließ der Sprecher offen. Zunächst müsse man das Ergebnis der Ermittlungen durch die Bundespolizei abwarten. Die ermittelt laut Kurpiers wegen Gefährdung des Bahnverkehrs – strafrechtlich drohen dem betrunkenen Lokführer damit eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Haft.

Betrunkene Lokführer seien Einzelfälle, betonten Bahn und Fahrgastverband. Das Unternehmen vertraue darauf, dass sich Beschäftigte an die Regeln halten, sagte der Bahn-Sprecher. Alkohol-Tests vor Fahrtantritt seien auch aus Gründen der Persönlichkeitsrechte nicht möglich. Ähnlich äußerte sich Karl-Peter Naumann von Pro Bahn. Es gebe bereits viele Sicherheitseinrichtungen. Der Lokführer müsse zum Beispiel alle zwei Minuten eine Wachsamkeitstaste drücken. Tue er das nicht, werde der Zug automatisch abgebremst. „Wenn der so voll ist, dass er einschläft oder vom Stuhl fällt, steht der Zug zwei Minuten später.“

In sozialen Netzwerken löste der Vorfall zahlreiche ironische Kommentare aus. Ein Nutzer schrieb: „Der Mann hat nach dem Alkoholkonsum extra sein Auto stehengelassen und öffentliche Verkehrsmittel benutzt! Vorbildlich!“

Dass Lokführer versehentlich an einem Bahnhof vorbeifahren, kommt immer mal wieder vor. Neben Wittenberg und Bitterfeld waren Züge auch schon mehrfach an Wolfsburg vorbeigerauscht. Auch Göttingen und Uelzen in Niedersachsen waren schon betroffen. (dpa)

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