Treffen mit Verbraucherschützern

Airlines sagen bessere Kommunikation bei Flugausfällen zu

Verbraucherministerin Katarina Barley (SPD) lud Vertreter von Airlines zu einem Spitzentreffen ins Ministerium ein. Thema: Die vielen Flugverspätungen. Nun sollen die Fluggesellschaften schnell erste Maßnahmen umsetzen.

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05.12.2018, 16:52 Uhr
Die Politik sieht angesichts zunehmender Annullierungen und Verspätungen im Luftverkehr „dringenden Handlungsbedarf“.
Foto: Gettyimages

Der Sommer 2018 hat viele Rekorde gebrochen – auch wenn es um Ausfälle und Verspätungen von Flugzeugen ging. Urlauber saßen an den Flughäfen im wahrsten Sinne des Wortes stundenlang auf gepackten Koffern. Entschädigungen beantragten trotzdem nur wenige – nach Ansicht der Politik auch, weil die Verfahren viel zu kompliziert sind. Bei einem Spitzentreffen sagten die Fluggesellschaften nun zu, das zu erleichtern und die Passagiere im Ernstfall besser zu informieren.

Entschädigungen sollen laut Verbraucherschutz-Ministerium künftig über zentrale Anlaufstellen abgewickelt werden, die Passagiere sollen sie nicht nur per Brief, sondern beispielsweise auch über eine Smartphone-App beantragen können. Außerdem wollten Fluggesellschaften und Flughäfen die Kunden per SMS, E-Mail, App und auf Anzeigetafeln im Terminal besser über Verspätungen und Ausfälle informieren.

„Transparente, zügige und einfache Entschädigungsverfahren sowie die Akzeptanz von Schlichtungen sind aus unserer Sicht wichtige Schritte auf dem Weg hin zu einer Verbesserung der Situation“, sagte Staatssekretär Gerd Billen. Die Änderungen seien nicht kompliziert und könnten zügig kommen – das Ministerium werde „mit Nachdruck“ nachfassen.

Verbraucherschutz-Ministerin Katarina Barley (SPD) hatte zuvor „dringenden Handlungsbedarf“ angemahnt. Fluggäste brauchten transparente Informationen besonders dazu, wo sie Entschädigungen beantragen könnten. „Die Hinweise zu Ansprüchen, Beschwerde- und Schlichtungsmöglichkeiten gehören gut sichtbar auf die Startseite“, forderte sie. Ausgleichsleistungen müssten so einfach werden wie der Ticketkauf. Die SPD-Fraktion hatte gefordert, wer online ein Ticket buche, sollte auch per Klick an seine Entschädigung kommen.

 
 
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