Tarifstreit (Update)

Warnstreik trifft Eurowings in Düsseldorf hart

Am Düsseldorfer Flughafen haben erste Eurowings-Mitarbeiter im Rahmen eines Warnstreiks ihre Arbeit niedergelegt. Insgesamt mussten 58 Flüge von und nach DUS gestrichen werden.

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20.11.2018, 07:23 Uhr
Schon 28 Abflüge musste Eurowings heute am Düsseldorfer Flughafen streichen.
Foto: Düsseldorf Airport

Bereits am frühen Morgen habe es eine gute Beteiligung gegeben, sagte Verdi-Sprecher Volker Nüsse. „Wir sind ganz entschlossen und kämpferisch.“ Im Tarifstreit mit der Lufthansa-Tochter hatte die Gewerkschaft die Flugbegleiter der Airline Eurowings sowie des LGW-Flugbetriebs zu einem Streik von 4.30 Uhr bis 12.30 Uhr aufgerufen. Sie hatte die Aktion am Montagabend angekündigt.

Eurowings-Passagiere müssen sich deshalb am Dienstag auf Flugausfälle einstellen. Laut Eurowings war schon am Montagabend abzushen, dass mindestens 18 Flüge entfallen müssten. Die Kunden seien vorab informiert worden, die Ticketschalter wurden zur Sicherheit dennoch mit mehr Mitarbeitern als sonst besetzt. Der Flughafen berief zudem einen Krisenstab ein. „Wir helfen, wo wir können“, so der Sprecher.

In einer Mitteilung betonte die Airline aber zugleich, in Düsseldorf „die weit überwiegende Mehrheit ihrer Flüge durchführen zu können“. Andere Standorte sind demnach nicht betroffen. Passagiere sollten sich vorab auf www.eurowings.com, in der der Eurowings-App oder über die Eurowings-Hotline (0180 6320320) informieren, ob ihr Flug stattfindet.

(Update) Der Ausstand trifft Eurowings empfindlich. Von den bis 8 Uhr im Flugplan stehenden 28 Abflügen konnten nur zehn stattfinden. Entfallen müssen bis zum Mittag Dienste ab Düsseldorf nach Barcelona, Berlin-Tegel, Birmingham, Budapest, Dresden, Genf, Göteborg, Hamburg, Kopenhagen, Krakau, Lyon, Mailand, Manchester, München, Newcastle, Nizza, Paris, Prag, Stockholm und Zürich (siehe hierzu ganz unten: Liste der bis jetzt annullierten Eurowings-Abflüge in Düsseldorf). Insgesamt mussten 58 Flüge von und nach Düsseldorf aufgrund des Warnstreiks entfallen.

Verdi reagiere mit dem Warnstreik auf die Weigerungshaltung der Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen, erklärte die Gewerkschaft. Sie fordert unter anderem verlässliche Dienstpläne, Arbeits- und Bereitschaftszeiten, aber auch einen schlagkräftigen Betriebsrat. Eurowings lehne dies ab und ändere Arbeitszeiten ohne tarifliche Grundlage, klagt die Gewerkschaft. Die Airline verurteilte ihrerseits das Vorgehen der Gewerkschaft. Der Streikaufruf erfolge, obwohl die Fluggesellschaft bereits die nächsten Gesprächstermine mit Verdi vereinbart habe. „Dieses Verhalten ist für niemanden mehr nachvollziehbar“, teilte das Unternehmen mit. (dpa/LS)

 
 
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