Sicherheitsvorfall (Update)

Mann legt Terminal 2 am Münchner Flughafen lahm

Erst vor zwei Wochen sprach ein Flughafen-Sprecher von einem „Déjà-vu-Erlebnis“ – jetzt ist es schon wieder passiert. Ein Mann gelangt am Flughafen München in einen Sicherheitsbereich.

11.10.2018, 09:46 Uhr
Im Terminal 2 des Münchner Flughafens verirrte sich ein Fluggast in den nichtöffentlichen Bereich und verursachte dadurch eine halbstündige „Großfahndung“.
Foto: Flughafen München

Zum dritten Mal innerhalb weniger Monate ist am Flughafen München ein Mensch unberechtigt in einen Sicherheitsbereich gelangt. Die Abfertigung am Terminal 2 wurde am Mittwochabend erneut zwischenzeitlich gestoppt. Etwa nach einer halben Stunde gab die Bundespolizei Entwarnung: Ein Mann sei gefasst worden.

Der Mann war am Abend vom Transitbereich unberechtigt in einen Teil des Flughafens gelangt, zu dem nur Flughafen-Mitarbeiter Zugang haben, wie die Bundespolizei Bayern und der Flughafen mitteilten. Auf Twitter schrieb die Bundespolizei später: „Fahndung erfolgreich. Die Person wurde soeben durch die Bundespolizei in Gewahrsam genommen.“ Der Betrieb im Terminal 2 laufe wieder.

Flugausfälle gebe es zunächst keine, sagte eine Sprecherin des Flughafens gegen 22 Uhr. Man gehe davon aus, dass noch alle Maschinen rechtzeitig vor dem Nachtflugverbot starten könnten. „Wir hoffen, dass keine Passagiere stranden werden.“ Nähere Informationen zu dem Zwischenfall gab es zunächst nicht. Ob der Mann versehentlich oder absichtlich in den gesperrten Bereich gelangte, müssten nun die Ermittlungen der Polizei klären.

(Update) Mittlerweile hat die Bundespolizei weitere Details zum Vorfall bekanntgegeben. Ein Passagier habe sich nach seiner Ankunft aus Barcelona am Mittwochabend auf dem Weg zum Ausgang verlaufen und in der Hektik eine alarmgesicherte Tür geöffnet, sagte ein Sprecher.

Der Mann habe an der Tür einen Notknopf gedrückt, so dass Alarm ausgelöst worden sei. Der Durchgang sei nur Mitarbeitern von Deutschlands zweitgrößtem Airport erlaubt, so die Bundespolizei. Der Passagier wurde vorübergehend in Gewahrsam genommen. Von ihm sei dem Sprecher zufolge aber keine Gefahr ausgegangen. Die Beamten hatten die Abfertigung am Terminal 2 wegen des Vorfalls für rund 30 Minuten gestoppt.

Erst vor zwei Wochen, am 26. September, war die Abfertigung im Terminal 2 und für das dazugehörige Satelliten-Terminal gestoppt worden. Zwei Passagiere gelangten unkontrolliert in den Sicherheitsbereich. Nach 50 Minuten gab die Bundespolizei damals Entwarnung.

„Das war ein großes Déjà-vu-Erlebnis“, sagte ein Flughafen-Sprecher schon Ende September. Der Grund: Fast auf den Tag zwei Monate davor, am 28. Juli, hatte eine etwa 40 Jahre alte Frau für Chaos gesorgt, indem sie unkontrolliert in einen Sicherheitsbereich des Flughafens gelangt war. Die Bundespolizei hatte daraufhin zwei Abflughallen geräumt. 330 Flüge fielen aus – mitten in der Ferienzeit. Kurz zuvor hatte ein Fehler bei einer Passagierkontrolle auch große Teile des Frankfurter Flughafens für mehrere Stunden lahmgelegt. (dpa)

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