Sicherheitsvorfall in Hannover

Mann dringt mit Auto auf Flughafen-Vorfeld ein

Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen durchbricht ein unter Drogen stehender Mann ein Tor zum Flughafen Hannover und fährt mit dem Auto über das Rollfeld. Die spektakuläre Aktion nimmt ein glimpfliches Ende. Weshalb kam es zu der Irrfahrt?

02.01.2019, 07:17 Uhr
Auf dem Vorfeld haben Privatfahrzeuge nichts zu suchen. Am Hannover Airport drang trotzdem jemand illegal ein.
Foto: imago/Eibner

Der nach einer spektakulären Autofahrt über das Rollfeld des Flughafens Hannover in Untersuchungshaft sitzende Mann schweigt weiter zu seinem Motiv. Das teilte die Staatsanwaltschaft in der niedersächsischen Landeshauptstadt mit.

Am Samstag hatte der unter Drogen stehende 21-Jährige ein verschlossenes Tor aufgebrochen und war mit seinem Auto auf das Flughafen-Gelände gefahren. Dort stoppte der unbewaffnete Mann schließlich unter einem stehenden Flugzeug und wurde von der Polizei überwältigt. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund ergaben sich nicht. Der Flugverkehr musste für viereinhalb Stunden unterbrochen werden.

Nach den Ermittlungen handelt es sich bei dem Fahrer um einen Polen ohne deutschen Wohnsitz. Er soll zur Tatzeit unter Drogeneinfluss gestanden haben – ein Test zeigte Kokain und Amphetamine im Blut. Bei seiner Festnahme leistete der Mann Widerstand. Ermittelt wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Flugverkehr und Widerstandes gegen Polizeibeamte.

Wie es dem Mann gelingen konnte, das verschlossene Zufahrtstor zu dem Flughafen-Gelände zu öffnen, wird weiterhin untersucht. Ob und welche Konsequenzen für das Sicherheitskonzept gezogen werden, prüft nun der Flughafen Hannover. Die Bundespolizei hatte sich nach dem Vorfall zufrieden mit den ergriffenen Sicherheitsmechanismen gezeigt. Die Einsatzkräfte seien sofort eingeschritten. Dass eine Person auf das Vorfeld gelange, sei niemals komplett auszuschließen.

Der Flughafen Hannover zählte nach Angaben des Flughafen-Verbandes ADV von Januar bis November knapp sechs Millionen Passagiere und gehört damit zu den zehn größten Airports in Deutschland. (dpa)

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