Nach Flughafen-Ausspähungen

Fahndung nach Verdächtigen läuft im Südwesten

Marokkos Behörden sollen vor einem Anschlag auf einen Flughafen im deutsch-französischen Grenzgebiet gewarnt haben. Auch aus Paris kommen Hinweise. Nun gelten verschärfte Sicherheitsvorkehrungen – und nach vier Verdächtigen wird gesucht.

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21.12.2018, 07:27 Uhr
Sicherheitskräfte zeigen weiter Präsenz am Stuttgarter Flughafen.
Foto: imago/Arnulf Hettrich

Nach Warnungen vor einem möglicherweise geplanten Anschlag auf einen Flughafen im deutsch-französischen Grenzgebiet läuft die Fahndung nach vier Verdächtigen. Zudem sind die verschärften Sicherheitsvorkehrungen an mehreren Airports der Region auch am frühen Freitagmorgen weiter in Kraft. Dies betraf den Flughafen Stuttgart und die Airports Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden und Mannheim.

Mindestens einer der Verdächtigen gehört nach dpa-Informationen zum radikalislamischen Milieu. Zwei der Gesuchten seien Vater und Sohn und stammten aus Nordrhein-Westfalen, hieß es. Sie seien bereits vergangene Woche der französischen Polizei aufgefallen, als sie am Pariser Flughafen Charles de Gaulle Fotos machten.

Französische Polizeikreise bestätigten auf dpa-Anfrage Informationen der Zeitung „Journal du Dimanche“, wonach die Männer in einem Mercedes-Sprinter mit deutschem Kennzeichen unterwegs waren. Der 48 Jahre alte Autobesitzer stand laut „Journal du Dimanche“ in der deutschen Behördenliste mit „Gefährdern“. Auch das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, dies habe eine Kennzeichenabfrage ergeben.

Nach einem Bericht des Südwestrundfunks (SWR) wurden die beiden in Paris aufgefallenen Männer dann auch am Stuttgarter Flughafen gesichtet. Sie seien durch Videoaufzeichnungen identifiziert worden.

Das zuständige Polizeipräsidium in Reutlingen wollte den SWR-Bericht nicht kommentieren. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart äußerte sich am Donnerstag auf Anfrage nicht, ebenso wenig die Bundesanwaltschaft.

 
 
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