Mindestens ein Todesopfer

Flixbus in der Schweiz verunglückt

Böses Ende einer Busreise: Auf halbem Weg von Italien nach Deutschland verunglückt ein Reisebus am frühen Sonntagmorgen bei der Anfahrt auf Zürich. Womöglich fuhr er zu schnell.

17.12.2018, 07:20 Uhr

Beim Unfall eines Reisebusses auf dem Weg nach Deutschland sind in der Schweiz eine Person getötet und mehr als 40 verletzt worden. Der Bus, der auf dem Weg von Genua nach Düsseldorf war, sei am Sonntagfrüh gegen 4.15 Uhr am Ende des Autobahnzubringers A3W am Südrand von Zürich aus noch unbekannten Gründen auf eisglatter Fahrbahn ins Schleudern geraten und gegen eine Mauer geprallt, teilte die Kantonspolizei Zürich mit.

Bei der Toten handelte es sich um eine 37-jährige Italienerin. Auch die beiden Fahrer, zwei Männer im Alter von 57 und 61 Jahren, stammten aus Italien. Beide lagen am Sonntagnachmittag noch im Krankenhaus, der 61-Jährige schwebte in Lebensgefahr. Der 57-Jährige hatte zum Unfallzeitpunkt am Steuer gesessen. 22 Passagiere konnten bis zum Nachmittag das Krankenhaus wieder verlassen und die Weiterreise antreten.

Nach aktualisierten Polizeiangaben waren insgesamt 50 Menschen im Alter zwischen 16 und 77 Jahren an Bord des Busses. Fünf stammten aus Deutschland, insgesamt 17 aus Italien, 10 aus Russland, die übrigen aus verschiedenen europäischen und afrikanischen Ländern sowie aus Jordanien und aus Kolumbien. Ein Passagier sagte später Schweizer Medien, der Bus sei viel zu schnell in eine Kurve gefahren.

Der Bus gehörte einem lokalen Partner von Flixbus und war in dessen Auftrag planmäßig zwischen Genua und Düsseldorf unterwegs. „Die Sicherheit der Fahrgäste und der für uns eingesetzten Fahrer hat für Flixbus höchste Priorität. Unser Mitgefühl gilt den betroffenen Fahrgästen und Busfahrern sowie deren Familien und Freunden“, teilte das Unternehmen am Sonntag mit.

„Zum Unfallzeitpunkt war die Autobahn schnee- und eisbedeckt, und es hat geschneit“, sagte Polizeisprecherin Rebecca Tilen der dpa. Das Autobahnstück zwischen Brunau und Wiedikon war zeitweise voll gesperrt, wurde aber am Mittag wieder freigegeben. Von Genua bis Düsseldorf sind es rund 1000 Kilometer, bis nach Zürich rund 425 Kilometer.

Wie die Nachrichtenagentur sda meldete, verhinderte die Mauer, dass der Bus zehn Meter tief in das Flüsschen Sihl stürzte. Sie steht demnach am Ende eines Pannenstreifens. Die eigentliche Fahrspur biege schon vorher rechts ab. 2016 habe es an der Stelle schon einmal einen schweren Unfall gegeben. Damals sei ein Lastwagen nachmittags auf einen Stau aufgefahren, dann nach links auf den Pannenstreifen geraten, habe die Mauer durchbrochen und sei in die Sihl gestürzt. Der Fahrer habe seinerzeit schwer verletzt überlebt. (dpa)

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