Luftsicherheitsassistenten

An deutschen Airports drohen neue Streiks

Die Gewerkschaft Verdi zeigt sich skeptisch über einen möglichen Tarifabschluss für die Flughafen-Sicherheitsleute. Komme es in der finalen Verhandlungsrunde kurz vor Weihnachten nicht zu einer Einigung so drohen Streiks.

06.12.2018, 07:12 Uhr
Ein Streik des Sicherheitspersonals könnte Flughäfen in Deutschland lahmlegen.
Foto: Getty Images

Bei den Verhandlungen über Gehälter und Arbeitsbedingungen von rund 23.000 Flughafen-Sicherheitsleuten hat es am Mittwoch noch keine Annäherung gegeben. Die Gewerkschaft Verdi äußerte nach den Gesprächen in Berlin Zweifel am Einigungswillen der Arbeitgeber. Die Gewerkschaft verlangt in den erstmals bundesweit geführten Tarifverhandlungen einen einheitlichen Stundenlohn von 20 Euro für die rund 19.000 Luftsicherheitsassistenten, die an den größeren Flughäfen Passagiere, Personal und Fracht kontrollieren. Bislang reicht die Bandbreite je nach Tätigkeit und regionalem Tarifgebiet von 11,30 bis 17,16 Euro.

Die Arbeitgeber haben nach eigenen Angaben eine Strukturtabelle vorgeschlagen, die innerhalb von sechs Jahren zu Lohngleichheit zwischen Ost und West führen soll, womit es aber weiterhin Unterschiede zwischen Passagier- und Frachtkontrolleuren gäbe. Für einzelne Berufsgruppen würden die Löhne innerhalb von drei Jahren um 20,8 Prozent steigen, teilte der Verband BDLS mit. Man habe für alle Beschäftigten deutliche Erhöhungen in Aussicht gestellt.

Verdi-Verhandlungsführer Peter Bremme kritisierte neben der langen Laufzeit von drei Jahren auch das Basisangebot einer jährlichen Erhöhung um 1,8 Prozent – also unterhalb der Inflationsrate – als „Zumutung“. Der Gewerkschafter nannte die nächste zweitägige Verhandlungsrunde am 20. und 21. Dezember in Berlin „die entscheidende Runde“. Die Friedenspflicht endet am 31. Dezember, so dass im neuen Jahr erste Streiks möglich wären, sollte es nicht zuvor zu einer Einigung kommen. Neben Verdi verhandelt auch der Deutsche Beamtenbund/Komba parallel mit den Arbeitgebern. (dpa)

0

Neues Top-Event für Airliner

EU-Luftfahrt am Scheideweg?

Am Himmel wird es enger denn je. Wie geht es weiter? Antworten gibt das European Aviation Symposium vom 29. bis 30. Januar in München. Diskutieren Sie mit hochkarätigen Experten und Top-Speakern eine der spannendsten Marktentwicklungen in der europäischen Wirtschaft.

 

Zuletzt kommentiert

  1. 1. Geschäftsverlagerung
    (0)
    TUI verkauft mehr online Letzter Kommentar: 13.12.2018 von Frank Jochim
  2. 2. Finanzierung verworfen
    (0)
    Reedereien siegen im Streit um feste Fehmarnbelt-Querung Letzter Kommentar: 13.12.2018 von Wolfram Schneppe
  3. 3. Reisebüro-Vergütung
    (0)
    Olimar zahlt volle Provision auch auf Flüge Letzter Kommentar: 13.12.2018 von Wolfram Schneppe
  4. 4. Münchner Urteil
    (0)
    Airbnb muss Daten illegaler Ferienwohnungen mitteilen Letzter Kommentar: 13.12.2018 von Joachim Horn
  5. 5. Mobile Zahlmethode
    (0)
    Apple Pay ist nun in Deutschland verfügbar Letzter Kommentar: 12.12.2018 von Jörg Möller
 

Das Archiv der dfv Mediengruppe bietet Ihnen bequemen Zugriff auf alle Ausgaben des fvw Magazins seit 1996. im Print-Archiv suchen

 
Folgen Sie uns:
Top
© 2018 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Über uns FAQ Impressum AGB Datenschutz Kontakt Mediadaten