Kabinenbeschäftigte (Update)

Verdi bereitet Streiks bei Eurowings vor

Im Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem LH-Billigflieger Eurowings stehen die Zeichen auf Eskalation. Es geht um die Konditionen für rund 1000 Kabinenbeschäftigte.

Seite 1 von 2
15.11.2018, 13:36 Uhr
Vor neuen unruhigen Zeiten steht Eurowings. Jetzt drohen Ausstände der Kabinenmitarbeiter.
Foto: fvw/Rita Münck

Kunden des Lufthansa-Konzerns drohen die ersten Streiks seit dem Frühjahr des vergangenen Jahres. Im Tarifkonflikt um die rund 1000 Flugbegleiter beim Billigflieger Eurowings sind die Fronten so verhärtet, dass die Gewerkschaft Verdi Verhandlungen absagt und sich für Streiks rüstet. Angesichts monatelanger ergebnisloser Gespräche „bereite man sich nun auf Arbeitskampfmaßnahmen vor“, teilt sie in Berlin mit. Ein Datum wurde nicht genannt. Über Ausstände muss Verdi aber erst abstimmen.

„Es gibt keinen Grund für den Aufschub von Streiks“, sagt Verhandlungsführer Volker Nüsse dpa. „Sie sind theoretisch jederzeit denkbar.“ Reisende würden aber im mit ausreichend Vorlauf informiert.

Die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und Eurowings gerieten immer wieder ins Stocken, auch die 13. Runde brachte keinen Durchbruch. Zum nächsten Termin Anfang Dezember will Verdi nun erst gar nicht antreten, da kein Entgegenkommen absehbar sei. Die Airline habe zwar bei Gehältern und Betriebsrenten Verbesserungen vorgeschlagen, wolle aber Arbeitszeiten verschlechtern. „Damit provoziert die Eurowings Streiks“, kritisiert Nüsse.

Verdi fordert verlässliche Dienstpläne, Arbeits- und Bereitschaftszeiten, aber auch einen schlagkräftigen Betriebsrat. Eurowings lehne dies ab und ändere Arbeitszeiten ohne tarifliche Grundlage, klagt die Gewerkschaft. So gebe es bis zu 18 Stunden lange Dienste, was Tarifverträgen widerspreche. „Die Situation ist für die Beschäftigten nicht mehr länger tragbar“, erklärt die Gewerkschaft.

 
 
1 spacer 2
0

Neues Top-Event für Airliner

EU-Luftfahrt am Scheideweg?

Am Himmel wird es enger denn je. Wie geht es weiter? Antworten gibt das European Aviation Symposium vom 29. bis 30. Januar in München. Diskutieren Sie mit hochkarätigen Experten und Top-Speakern eine der spannendsten Marktentwicklungen in der europäischen Wirtschaft.

 

Zuletzt kommentiert

  1. 1. Geschäftsverlagerung
    (0)
    TUI verkauft mehr online Letzter Kommentar: 14.12.2018 von Martin Jürs
  2. 2. Finanzierung verworfen
    (0)
    Reedereien siegen im Streit um feste Fehmarnbelt-Querung Letzter Kommentar: 13.12.2018 von Wolfram Schneppe
  3. 3. Reisebüro-Vergütung
    (0)
    Olimar zahlt volle Provision auch auf Flüge Letzter Kommentar: 13.12.2018 von Wolfram Schneppe
  4. 4. Münchner Urteil
    (0)
    Airbnb muss Daten illegaler Ferienwohnungen mitteilen Letzter Kommentar: 13.12.2018 von Joachim Horn
  5. 5. Mobile Zahlmethode
    (0)
    Apple Pay ist nun in Deutschland verfügbar Letzter Kommentar: 12.12.2018 von Jörg Möller
 

Das Archiv der dfv Mediengruppe bietet Ihnen bequemen Zugriff auf alle Ausgaben des fvw Magazins seit 1996. im Print-Archiv suchen

 
Folgen Sie uns:
Top
© 2018 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Über uns FAQ Impressum AGB Datenschutz Kontakt Mediadaten