Investorensuche

Zukunft von Germania hängt an seidenem Faden

Noch gibt es ein Fünkchen Hoffnung für den Fortbestand der angeschlagenen Germania. Doch die akute Finanznot kann nur mit frischem Geld überstanden werden. Und dafür fehlt bislang ein solventer Investor.

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von Lutz Schmidt, Rita Münck, 09.01.2019, 14:35 Uhr
Derzeit betreibt Germania eine gemischte Flotte aus Airbus- und Boeing-Jets. Bestellt sind allein 25 Airbus-Mittelstreckenjets der A-320neo-Modellfamilie und Optionen auf 15 weitere Flugzeuge der Reihe erteilt.
Foto: Germania

Womöglich bleibt dem Berliner Ferienflieger Germania nurmehr der Gang zum Insolvenzgericht. Zumindest wenn der kurzfristige Liquiditätsbedarf nicht umgehend gedeckt werden kann. Denkbar wäre dafür ein neuer Teilhaber, der frisches Geld einschießt. Allerdings lässt sich solch ein solventer Investor nicht aus dem Ärmel schütteln. Und: Laut Branchengerüchten bereits im Dezember geführte Gespräche sind wohl gescheitert.

Einem Bericht des Airline-Portals Aerotelegraph zufolge benötigte Germania bereits zum Jahreswechsel eine Summe von 20 Mio. Euro, um den Flugbetrieb in vollem Umfang über den Winter fortführen zu können. Auf der Habenseite steht unter anderem der lukrative Werksverkehr, den Germania für Airbus unternimmt.

Der weltgrößte Reisekonzern TUI ist nach eigenen Angaben lediglich punktuell mit Germania im Geschäft. So gebe es für die kommenden Tage nur eine geringe Zahl von Germania-Vollcharter ab Leipzig/Halle, die schon per 19. Januar von einer anderen Fluggesellschaft übernommen werden. Zudem habe TUI vereinzelt Tickets für Flüge von kleineren Airports bei Germania eingekauft. Änderungen seien nicht geplant.

Auch andere deutsche Reiseveranstalter haben in der derzeitigen Nebensaison nur wenig Aufträge für Germania im Köcher. Vollcharter sind die große Ausnahme. Wenngleich Alltours, DER Touristik oder Schauinsland-Reisen große Sympathie für Germania halten und den unabhängigen Anbieter gern in der Luft halten würden. Schauinsland-Chef Gerald Kassner spricht mit Blick auf die Airline von einem „guten, zuverlässigen Partner“, den man gern nutze.

 
 
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