Hauptstadt-Flughafen

Lage auf der BER-Baustelle beschäftigt Aufsichtsrat

In Berlin tagt am morgigen Freitag der Aufsichtsrat des BER. Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup will von Fortschritten berichten – aber es soll auch um Geld gehen. Neuigkeiten gibt es unterdessen beim Untreue-Verfahren gegen einen Ex-Chef des Flughafens.

29.11.2018, 11:12 Uhr
Baustelle BER: Wann der neue Hauptstadtflughafen eröffnet, ist noch nicht sicher.
Foto: Rita Münck

Knapp zwei Jahre vor der geplanten Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens in Schönefeld bei Berlin berät am morgigen Freitag der Aufsichtsrat über die Lage auf der Dauerbaustelle. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup will dem Kontrollgremium bei der Sitzung am Berliner Flughafen Tegel von Fortschritten berichten, auch um Geld für das Milliardenprojekt wird es gehen. Nach sechs geplatzten Terminen ist vorgesehen, dass der künftig drittgrößte deutsche Flughafen im Oktober 2020 ans Netz geht. Bis dahin werden noch Baumängel und Planungsfehler im Hauptterminal behoben. Im Zentrum steht der Brandschutz.

Ganz sicher ist der Eröffnungstermin noch nicht – Lütke Daldrup hatte aber zuletzt verkündet, die Sicherheit sei gestiegen. So sei die Entrauchungssteuerung fertig und die Sprinkleranlage werde bis Februar in Ordnung gebracht. Zeitkritisch bleibt die Lage bei der Brandmeldeanlage und der Sicherheitsstromversorgung. Der Flughafen prüft inzwischen mit dem Tüv, welche Mängel für die Eröffnung nicht relevant sind und möglicherweise noch später abgearbeitet werden können.

Eigentlich sollte der Flughafen 2011 in Betrieb gehen und zwei Milliarden Euro kosten. Inzwischen ist der Finanzrahmen auf 6,5 Mrd. Euro gewachsen, darunter der letzte Bankenkredit von 1,1 Mrd. Euro. Das Geld war eigentlich für einen Ausbau des Flughafens gedacht, weil die Passagierzahlen in Berlin weiter steigen. Nun wird zumindest ein Teil der Summe gebraucht, um den BER erst einmal fertigzubauen.

Nach der Eröffnung 2020 will das Unternehmen für den Ausbau dann weitere Millionen-Kredite aufnehmen. Es erhofft sich niedrigere Zinsen bei den Banken, wenn am BER geflogen wird und der Flughafen Einnahmen abwirft.

Verfahren gegen Ex-BER-Technikchef wegen Untreue eingestellt

Das Verfahren gegen Ex-BER-Technikchef Horst Amann wegen des Verdachts der Untreue ist unterdessen eingestellt worden. Es liege kein hinreichender Tatverdacht vor, teilte die Staatsanwaltschaft Potsdam auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Im Sommer 2017 war bekanntgeworden, dass damals noch die Staatsanwaltschaft Cottbus mit einem Anfangsverdacht ermittelte. Nach Angaben der Behörde seinerzeit ging es um die Frage, ob Amann Ende 2012 möglicherweise überhöhte oder ganz unberechtigte Geldbeträge als Abschlagszahlungen an die Firma Imtech überwiesen haben könnte. Das Unternehmen war auf der Baustelle des Hauptstadtflughafens BER für die Haustechnik zuständig. Das Verfahren wurde nach einer gewissen Zeit an die Staatsanwaltschaft Potsdam mit Schwerpunkt Wirtschaftskriminalität abgegeben.

Amann war von August 2012 bis November 2013 Technikchef der Flughafengesellschaft und bis März 2013 auch erster Geschäftsführer. (dpa)

0

Neues Top-Event für Airliner

EU-Luftfahrt am Scheideweg?

Am Himmel wird es enger denn je. Wie geht es weiter? Antworten gibt das European Aviation Symposium vom 29. bis 30. Januar in München. Diskutieren Sie mit hochkarätigen Experten und Top-Speakern eine der spannendsten Marktentwicklungen in der europäischen Wirtschaft.

 

Zuletzt kommentiert

  1. 1. Geschäftsverlagerung
    (0)
    TUI verkauft mehr online Letzter Kommentar: 15.12.2018 von Wolfgang Hoffmann II.
  2. 2. Finanzierung verworfen
    (0)
    Reedereien siegen im Streit um feste Fehmarnbelt-Querung Letzter Kommentar: 13.12.2018 von Wolfram Schneppe
  3. 3. Reisebüro-Vergütung
    (0)
    Olimar zahlt volle Provision auch auf Flüge Letzter Kommentar: 13.12.2018 von Wolfram Schneppe
  4. 4. Münchner Urteil
    (0)
    Airbnb muss Daten illegaler Ferienwohnungen mitteilen Letzter Kommentar: 13.12.2018 von Joachim Horn
 

Das Archiv der dfv Mediengruppe bietet Ihnen bequemen Zugriff auf alle Ausgaben des fvw Magazins seit 1996. im Print-Archiv suchen

 
Folgen Sie uns:
Top
© 2018 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Über uns FAQ Impressum AGB Datenschutz Kontakt Mediadaten