Fernbusse

Flixbus schöpft Millionen aus verfallenen Gutscheinen

Die letzte veröffentlichte Bilanz bei Fernbus-Marktführer Flixbus liegt schon länger zurück, eine Zahl rückt nun aber in die Öffentlichkeit. Zudem soll Flixbus die Ein-Euro-Tickets des Konkurrenten Megabus vom Markt gekauft haben.

27.08.2018, 13:30 Uhr
Flixbus ist Marktführer in Deutschland und expandiert derzeit in den USA.
Foto: Flixbus

Flixbus soll aus „verfallenen Gutscheinen“ einen Zusatzgewinn 4,5 Mio. Euro gemacht haben. Dies bestätigte Flixbus-Chef Jochen Engert in einem Interview mit dem „Stern“. „Da haben Leute Gutscheine gekauft und haben sie nicht genutzt. Oder Gutscheine wurden verlegt“, so Engert.

Flixbus ist in Deutschland Marktführer. Vor ein paar Jahren versuchte sich allerdings Megabus auf dem hiesigen Markt mit Ein-Euro-Tickets durchzusetzen. Flixbus soll mit einer privaten Kreditkarte diese Karten gekauft haben, damit die Aktion in Leere läuft, so der „Stern“. Engert kommentiert die Vorwürfe so: „Wir hatten ein wenig Streit mit unseren Freunden von Megabus. Wir haben als Team die Fähigkeit entwickelt, uns im harten Wettbewerb kreative Lösungen zu überlegen. In diesem Fall waren wir vielleicht zu kreativ. Das hat der Richter zumindest so gesehen.“

In den Verträgen, die Flixbus mit den Busunternehmen abschließt, soll es auch ein Belohnungs- und Bestrafungssystem geben. „Es mag sein, dass es Einzelfälle gibt, die ein wenig kompliziert sind. Aber insgesamt funktioniert das Bonus-Malus-System sehr gut. Weil es Anreize schafft, die Qualität zu halten oder zu steigern. Wettbewerb ist gesund, um gute Qualität abzuliefern“, so Engert.

Erst für das Jahr 2016 liegt eine veröffentlichte Flixbus-Bilanz vor. Über jüngere Zahlen spricht die Führungsebene gewöhnlich nicht. Nur so viel: Inzwischen liege der Umsatz bei mehr als 500 Mio. Euro, bestätigt Engert. Konkrete Pläne für einen Börsengang gebe es aber zurzeit nicht. „Wir haben mehr als genug zu tun und es gibt deshalb keine konkreten Pläne. Wir haben unsere Organisation in Europa gut aufgestellt. Wir können jetzt Amerika ins Visier nehmen.“ (ASC)

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