Düsseldorf/Köln/Stuttgart

Zehntausende Reisende von Airport-Warnstreiks betroffen

Das Sicherheitspersonal in Düsseldorf, Köln und Stuttgart streikt, es kommt zu zahlreichen Flugausfällen – und zwar deutlich mehr als unlängst in Berlin. Auch andere Airports sind betroffen.

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10.01.2019, 07:07 Uhr
Die Streikbereitschaft der Verdi-Mitglieder soll insbesondere am Köln Bonn Airport hoch sein.
Foto: imago/Christine Roth

Nach dem Beginn des Streiks des Sicherheitspersonals an den Flughäfen Köln/Bonn, Düsseldorf und Stuttgart müssen sich Flugpassagiere in Deutschland auf erhebliche Einschränkungen einstellen. An den Airports von Düsseldorf, Köln und Stuttgart begann in der Nacht zum Donnerstag ein Warnstreik des Sicherheitspersonals.

An den drei Airports könnten die ganztägigen Arbeitsniederlegungen Folgen haben für rund 110.000 Passagiere – so viele sitzen normalerweise in den Maschinen, die donnerstags dort starten und landen. Auch an anderen Flughäfen waren Auswirkungen des Streiks zu erwarten. Unter anderem rechneten die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld mit Ausfällen und Verspätungen. „Informiere dich vor deiner Anreise über den Flugstatus bei deiner Airline“, twitterte der Berlin Airport Service. Laut Website der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH waren am Donnerstagmorgen mehr als 90 Flüge betroffen. Die meisten Ausfälle hatte der Flughafen Tegel zu verzeichnen. Hier mussten jeweils rund 90 Hin- und Rückflüge ausfallen. Am Flughafen Schönefeld waren es vier.

Am Düsseldorfer Flughafen demonstrierten in den frühen Morgenstunden Hunderte Streikende lautstark mit Trillerpfeifen und Plakaten. Auf einem war etwa zu lesen: „Mehr Lohn? Mit Sicherheit!“ Anzeigentafeln zeigten zahlreiche annullierte Flüge. Der Stuttgarter Flughafen warnte seine Fluggäste vor langen Wartezeiten. Sie sollten sich vorab informieren, mehr Zeit vor dem Abflug einzuplanen und möglichst wenig Handgepäck mitzunehmen.

Im Gegensatz zu anderen Standorten gibt es in Köln kein Nachtflugverbot. Nachts ist der rheinische Airport besonders für die Frachtflieger von DHL, UPS und Fedex wichtig. Auch sie betrifft der Warnstreik – ihre Piloten und Ladungen müssen ebenfalls durch die Sicherheitschecks. Die Streikbereitschaft in Köln/Bonn sei enorm hoch, sagte ein Verdi-Sprecher. Bereits kurz nach Streikbeginn um Mitternacht habe es Chaos an den Kontrolltoren gegeben, durch die die Lastwagen die Fracht auf das Flughafen-Gelände bringen. Es habe Rückstaus bis zur Autobahn gegeben.

 
 
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