Clinch

Lufthansa streitet mit Gewerkschaft über Freistellungen

Zwischen der Lufthansa und der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO ist Streit um die Bezahlung führender Funktionäre entbrannt. Es geht um Beträge von mehreren hundertausend Euro.

07.12.2018, 12:01 Uhr
Es ist nicht ungewöhnlich, dass Gewerkschafter freigestellt werden. Allerdings sollte dies schriftlich festgehalten werden.
Foto: Lufthansa

Der Dax-Konzern fordert von der Gewerkschaft wie auch von den Betroffenen persönlich insgesamt einen hohen sechsstelligen Betrag zurück, der in den vergangenen vier Jahren als Gehalt gezahlt wurde. Die Mitarbeiter hätten keine Flugstunden geleistet, es sei aber auch ihre Freistellung nicht beantragt worden, teilt Lufthansa mit.

UFO lehnte die Forderung als „abstrus und juristisch nicht haltbar“ ab. Zuvor hatten das Fachportal airliners.de und der „Spiegel“ berichtet. „Der Vorgang wird unsererseits als durchschaubares Manöver bewertet, UFO und ihre unangenehmen Protagonisten zu diskreditieren“, erklärt UFO-Chef Nicoley Baublies. In einer Videobotschaft an die Mitglieder warf er dem Unternehmen vor, wegen des Konflikts bereits vereinbarte Spitzengespräche über wichtige Themen wieder abgesagt zu haben.

Laut airliners.de geht es um Zahlungen an Baublies, den Tarifexperten Daniel Flohr und den ehemaligen UFO-Chef Alexander Behrens, insgesamt mehr als 800.000 Euro. In der Gewerkschaft hatte es einen heftigen internen Streit gegeben, in dessen Verlauf auch die Einkünfte der Protagonisten diskutiert worden waren. Laut Lufthansa haben weder die Betroffenen noch die Gewerkschaft Anträge zur Freistellung der Beschäftigten gestellt. Man prüfe nun, auf welcher Grundlage dennoch Gehälter ausgezahlt worden seien. (dpa)

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