Bruchlandung

Flugzeugunglück in Mexiko endet glimpflich

In Mexiko musste ein Flugzeug kurz nach dem Start auf einem Feld landen und brannte aus. Alle 103 Insassen überlebten – einige gingen sogar direkt vom Unglücksort nach Hause.

01.08.2018, 10:45 Uhr

Beim Anblick der rauchenden Maschine scheint es wie ein Wunder, dass es keine Toten gab. Dicke Rauchwolken steigen auf, die Außenwand der weißen Embraer ERJ-190 ist geschmolzen. Obwohl von dem Flugzeug am Ende nur ein verkohltes Wrack bleibt, sind die 103 Insassen der Passagiermaschine nach der Bruchlandung im Norden Mexikos am gestrigen Dienstag mit dem Leben davongekommen. Nach Behördenangaben gab es bei dem Unglück im Bundesstaat Durango aber Dutzende Verletzte.

Das Flugzeug der Airline Aeroméxico hätte vom internationalen Flughafen Guadalupe Victoria nach Mexiko-Stadt fliegen sollen, musste aber schon kurz nach dem Start wieder in einem Feld landen. Der Pilot der Maschine habe schwere Verletzungen erlitten, befinde sich aber in einem stabilen Zustand, erklärte der Gouverneur von Durango, José Aispuro, bei einer Pressekonferenz. An Bord der Maschine seien 97 registrierte Passagiere gewesen, zwei auf dem Schoß reisende Kleinkinder und vier Besatzungsmitglieder. Dutzende von ihnen wurden in Krankenhäuser gebracht, andere Passagiere hingegen konnten nach dem Unglück sogar gleich mit ihren Familienangehörigen nach Hause gehen, so der Gouverneur.

Das schlechte Wetter war wohl Ursache für das Unglück: „Es hat stark geregnet“, sagte eine Passagierin dem TV-Sender Milenio. Die Sicht beim Start sei schlecht gewesen. Sie sei auf dem Weg in den Urlaub gewesen, so die Frau, die unverletzt blieb. Die Maschine sei nach dem Start von starken Windböen am Heck getroffen worden, sagte Gouverneur Aispuro. Das Feuer im Flugzeug sei aber erst ausgebrochen, als die zehn Jahre alte Maschine bereits in dem Feld nahe dem Flughafen gelandet war. Die Fluggesellschaft äußerte sich bei einer Pressekonferenz nicht näher zum genauen Hergang, versprach aber Aufklärung.

Er hoffe, dass es der Besatzung und den Passagieren gut gehe, schrieb der Präsident des lateinamerikanischen Landes, Enrique Peña Nieto, auf Twitter. Behörden, Zivilschutz und Militär seien zur Zusammenarbeit angewiesen worden. Eine Kommission solle die Hintergründe des Unglücks nun untersuchen, erklärte Transportminister Gerardo Ruiz Esparza. Was genau an Bord der Maschine passierte und wie sich alle Menschen retten konnten, dürfte erst in den kommenden Tagen geklärt werden können. (dpa)

0

Neues Top-Event für Airliner

EU-Luftfahrt am Scheideweg?

Am Himmel wird es enger denn je. Wie geht es weiter? Antworten gibt das European Aviation Symposium vom 29. bis 30. Januar in München. Diskutieren Sie mit hochkarätigen Experten und Top-Speakern eine der spannendsten Marktentwicklungen in der europäischen Wirtschaft.

 

Zuletzt kommentiert

  1. 1. Provisionsdebatte
    (0)
    TSS Group listet Ameropa Reisen aus Letzter Kommentar: 20.11.2018 von Andreas Schulte
  2. 2. fvw Vertriebsklima-Index
    (0)
    Reisebüros sorgen sich um ihre Erträge Letzter Kommentar: 20.11.2018 von Dietmar Rauter
  3. 3. Neue Bundestagspetition
    (0)
    VUSR will gegen Fluginsolvenzen absichern Letzter Kommentar: 20.11.2018 von Rainer Maertens
  4. 4. Tarifstreit (Update)
    (0)
    Warnstreik trifft Eurowings in Düsseldorf hart Letzter Kommentar: 20.11.2018 von Dietmar Rauter
  5. 5. Zu viele Verspätungen
    (0)
    Deutsche Bahn tauscht Fernverkehr-Vorstand aus Letzter Kommentar: 20.11.2018 von Andreas Schlehuber
 

Das Archiv der dfv Mediengruppe bietet Ihnen bequemen Zugriff auf alle Ausgaben des fvw Magazins seit 1996. im Print-Archiv suchen

 
Folgen Sie uns:
Top
© 2018 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Über uns FAQ Impressum AGB Datenschutz Kontakt Mediadaten