Aufbegehren der Sicherheitsleute (Update)

Verdi-Warnstreiks auf acht deutsche Airports ausgeweitet

Der Tarifstreit beim Sicherheitspersonal an den Flughäfen geht weiter. Diesmal sind neben Deutschlands größtem Airport in Frankfurt noch weitere Standorte betroffen. Es hagelt Kritik.

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14.01.2019, 08:09 Uhr
Der nächste Verdi-Warnstreik am Dienstag könnte die Flugreisen von mehr als 200.000 Passagieren beeinträchtigen.
Foto: imago/Christine Roth

Auch in der neuen Woche müssen sich Reisende wegen des Warnstreiks beim Sicherheitspersonal auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Mindestens 220.000 Passagiere sind laut Flughafen-Verband ADV von den geplanten Arbeitsniederlegungen betroffen. Neben Deutschlands größtem Airport Frankfurt wurden Warnstreiks auch für Bremen, Dresden, Erfurt, Hamburg, Hannover, Leipzig/Halle und München angekündigt. Die Deutsche Luftverkehrswirtschaft und die Flughäfen warfen der Gewerkschaftsseite Rücksichtslosigkeit zulasten der Passagiere vor.

(Update) Beginnen will Verdi den Warnstreiktag um Mitternacht an den Flughäfen Bremen, Hamburg und Hannover. Dort soll das Sicherheitspersonal den ganzen Tag nicht arbeiten. In der Zeit von 2 bis 20 Uhr sind am Dienstag dann am Frankfurter Flughafen die etwa 5000 Mitarbeiter, die dort für die Kontrolle von Passagieren und Fracht zuständig sind, zum Warnstreik aufgerufen. Es folgen die Flughäfen in Dresden (3 bis 21 Uhr), München (3.30 Uhr bis 23.59 Uhr), Leipzig/Halle (4 bis 18 Uhr) und Erfurt (6 bis 22 Uhr). In München ist die Passagierkontrolle nicht betroffen, sondern nur die Personal- und Warenkontrolle.

Anlass des Ausstands ist der laufende Tarifkonflikt. Die Gewerkschaften fordern für die bundesweit 23.000 Beschäftigten im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle an den Flughäfen eine einheitliche Bezahlung. Verdi verlangt brutto 20 Euro pro Stunde, der DBB fordert einen Stundenlohn von 19,50 Euro. Bislang sind die Stundenlöhne in der Branche regional sehr unterschiedlich geregelt.

Der erneute Streikaufruf sei notwendig geworden, weil der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) „weder auf das starke Signal der Beschäftigten durch die Warnstreiks in Berlin-Tegel und Schönefeld am vergangenen Montag noch auf die Warnstreiks in Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart am vergangenen Donnerstag mit einem verhandlungsfähigen Angebot reagiert“ habe, sagte Verdi-Verhandlungsführer Benjamin Roscher. DBB-Verhandlungsführer Volker Geyer kommentierte: „Die Arbeitgeber lassen uns mit ihrer Blockadehaltung leider keine andere Wahl.“

Nach Verdi-Angaben hat der BDLS bei der jüngsten Verhandlungsrunde am 20./21. Dezember 2018 sein Angebot für eine Entgelterhöhung von 1,8 Prozent auf 2,0 Prozent pro Jahr bei einer zweijährigen Vertragslaufzeit erhöht. Die Lohnangleichung für ostdeutsche Bundesländer soll demnach erst nach fünf Jahren beendet sein.

 
 
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