100 Mio. Euro in fünf Jahren

Sixt setzt auf neue Mobilitätsplattform

Autovermieter Sixt verdient mit seinem klassischen Mietgeschäft bestens. Gerade erst hat das Unternehmen das beste Halbjahresergebnis der Firmengeschichte erzielt. Trotzdem arbeitet der Dienstleister emsig an neuen Services und Mobilitätsangeboten.

16.08.2018, 17:41 Uhr
Sixt arbeitet an neuen digitalen Services, auch um das Vermietgeschäft jenseits der klassischen Mietstationen auszubauen.
Foto: MAIWOLF für SIXT

Deutschlands größter Autovermieter Sixt will seinen Kunden vielleicht noch dieses Jahr Autovermietung und Carsharing sowie Chauffeurdienste aus einer Hand anbieten. „Wir wollen unsere Mobilitätsangebote bündeln und den Kunden in einer App zur Verfügung stellen“, sagte Vorstandschef Erich Sixt am heutigen Donnerstag bei der Präsentation der Halbjahreszahlen der Aktiengesellschaft. An sechs deutschen Flughäfen werde die Technik derzeit getestet. Einen festen Termin für den allgemeinen Start der Sixt-Mobilitätsplattform könne er noch nicht nennen, aber „es fehlt nicht mehr viel. Kann sein, noch in diesem Jahr“, sagte Sixt.

Wobei Sixt die ursprünglich angestrebten Ziele wohl nicht ganz erreichen wird. Denn eigentlich sollten bis Ende des Jahres insgesamt 40.000 Fahrzeuge mit Telematik-Systemen ausgerüstet werden, über die die Kunden die Wagen via Smartphone-App buchen und auch öffnen können. So viele Fahrzeuge werden es nun zunächst doch nicht werden. „Da war ich wohl etwas zu optimistisch“, sagte CEO Sixt.

Bei den neuen Services wie dem App-Einsatz, bei dem Kunden ihr Fahrzeug selbstständig an einem Ort abholen, gehe es nicht darum Kosten zu sparen, in dem man auf klassische Vermietstationen verzichten könnte, wie Sixt beteuerte. Vielmehr seien solche Angebote eine Möglichkeit für den Mietwagenanbieter, noch schneller zu expandieren.

Gebündelt werden diese neuen Mobilitätsprojekte und Services im neu geschaffen Bereich „Sixt X“, der von dem bisherigen Drive-Now-Geschäftsführer Nico Gabriel geleitet wird. In diese neue Unternehmenssparte sollen in den kommenden fünf Jahren rund 100 Mio. Euro investiert werden. Angesichts eines Investitionsvolumens allein im ersten Halbjahr 2018 in Höhe von gut vier Milliarden Euro vor allem für in die Vermiet- und Leasingflotte letztlich eine überschaubare Summe.

Eine neues Carsharing-Angebot a là Drive Now gehört im übrigen nicht zu den neuen Mobilitätsprojekten von Sixt. Die Pullacher hatten ihre Anteile an dem Joint Venture mit BMW erst Anfang des Jahres an den bisherigen Partner für rund 200 Mio. Euro verkauft. Von einer Neuauflage mit anderem Partner oder in Eigenregie wollte Erich Sixt im Rahmen der heutigen Telefonkonferenz jedenfalls nichts wissen. Auch weil er Free-Floating-Konzepte wie bei Drive Now nur in wenigen, kompakt strukturierten Großstädten für wirtschaftlich sinnvoll hält. (MAJ/dpa)

USA bereits zweitgrößter Markt
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Sixt wächst in allen Bereichen

Der Pullacher Autovermieter eilt von Rekord zu Rekord: Auch im ersten Geschäftshalbjahr 2018 vermeldet Firmen-Chef Erich Sixt mal wieder Bestwerte. Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Ausland. Dabei hat Sixt gerade in den USA noch viel vor. mehr

 
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