ITB-Eröffnungsfeier (mit Bildergalerie)

Angela Merkel verspricht Tourismusbeauftragten

Bei der Eröffnungsfeier zur diesjährigen ITB sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel der Branche ihre Unterstützung zu. In der neuen Regierung werde es wieder einen Beauftragten für Tourismus geben.

von Sabine Pracht, Hannah Dudeck, 06.03.2018, 20:34 Uhr
Angela Merkel sprach auf der Eröffnungsfeier der ITB in Berlin.
Foto: Marco Limberg

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die 52. Internationale Tourismus-Börse (ITB) am Dienstagabend in Berlin eröffnet. Nach den schwierigen Koalitionsverhandlungen wirkte sie sichtlich entspannt. „Der Tourismus ist ein ausgezeichnetes Beispiel für die Chancen der Globalisierung“, sagte Merkel zum Auftakt der weltgrößten Reisemesse. Der Tourismus sei eine große Chance für die Völkerverständigung, er baue Brücken zwischen Menschen, baue Vorurteile ab und sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor – weltweit und hierzulande.

An den Präsidenten des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) Michael Frenzel gewandt, sagte sie: „Es wird wieder einen Tourismusbeauftragten geben, ansonsten würden wir uns gar nicht in Ihre Nähe trauen.“ Sie betont auch, wie wichtig es ist, dass die Branche für „die Menschen auskömmliche und gute Arbeitsplätze“ schafft. Es komme in Zukunft vor allem darauf an, „auch strukturschwache Regionen zu entwickeln, gerade in Mecklenburg-Vorpommern“. Im Landesinneren müsse investiert werden. „Ohne Tourismus wäre es nicht möglich, kulturelle Güter zu erhalten und zu entwickeln“, so Merkel.

Die Eröffnungsfeier wird traditionell vom offiziellen Partnerland ausgerichtet – dieses Jahr Mecklenburg-Vorpommern. Das Bundesland hatte sich für die Auftaktveranstaltung Einiges einfallen lassen. 80 Künstler – Percussionisten, Artisten, Tänzer, Philharmoniker, Chöre, Sänger und Star-DJ Felix Jähn sowie Model Franziska Knuppe – gestalteten den Abend.

Als Redner traten neben Bundeskanzlerin Angela Merkel auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, BTW-Präsident Michael Frenzel, Zurab Pololikashvili, Generalsekretär der World Tourism Organization (UNWTO), und Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern auf.

Die Ministerpräsidentin betonte, das Land wolle sich mit einer Mischung aus Natur, Kultur, Ruhe und Erholung präsentieren. „Seit 1990, seit der Wiedervereinigung, ist der Tourismus in unserem Bundesland eine Erfolgsgeschichte“. Doch angesichts der aufkommenden Debatte um Overtourism sagte sie auch: „Wir wollen nicht die Übernachtungszahlen nach oben schrauben, sondern wir wollen vor allem Stabilität, Qualität und sanften Tourismus.“ Im vergangenen Jahr war der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern rückläufig, während Deutschland mit 459,5 Mio. Übernachtungen sein achtes Rekordjahr in Folge feierte.

Auch BTW-Chef Frenzel äußerte seine Bedenken vor zuviel Tourismus. In den meisten Regionen sei weiteres Wachstum möglich. Man dürfe allerdings „die Augen vor aufgebrachten Bürgern nicht verschließen und müsse Lösungen erarbeiten, um nicht als Branche Opfer des eigenen Erfolgs zu werden.“

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