Wegen Zugunfällen

Deutsche Bahn rüstet 600 alte Stellwerke nach

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder schwere Zugunfälle mit Toten und Verletzten, weil Fahrdienstleiter Züge auf besetzten Gleisen fahren ließen. Künftig soll Technik solche Unglücke verhindern.

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10.01.2019, 08:54 Uhr
Mancherorts, wie hier in Rostock-Warnemünde, entstehen auch nagelneue Stellwerke.
Foto: Deutsche Bahn AG

Nach mehreren schweren Bahnunglücken mit Toten und Verletzten will die Deutsche Bahn (DB) in den kommenden fünf Jahren rund 600 ältere Stellwerke mit zusätzlicher Sicherheitstechnik ausstatten. In einem ersten Schritt sollen in diesem Jahr bundesweit bis zu 50 Stellwerke modernisiert werden, sagte eine DB-Sprecherin der dpa.

Auf der Liste der ersten dafür vorgesehenen Anlagen steht auch das Stellwerk in Aichach bei Augsburg, wo im Mai 2018 ein Personenzug auf einen stehenden Güterzug aufgefahren war. Der 37 Jahre alte Lokführer des Zuges der Bayerischen Regiobahn und eine 73 Jahre alte Passagierin starben, 14 Fahrgäste wurden teils schwer verletzt.

Die Augsburger Staatsanwaltschaft ermittelt seit dem Unfall gegen den DB-Fahrdienstleiter wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und weiterer Straftaten. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, Details zu der Unglücksursache hat die Staatsanwaltschaft bislang nicht bekanntgegeben. Wann es zu einem möglichen Prozess kommt, ist derzeit noch nicht absehbar.

In den für die Nachrüstung vorgesehenen 600 mechanischen und elektromechanischen Stellwerken kontrollieren bislang die Fahrdienstleiter nur auf Sicht, welche Gleise frei sind. Künftig wird der Bahnmitarbeiter dabei durch Technik unterstützt. „Unterläuft dem Fahrdienstleiter zum Beispiel bei seiner Fahrwegprüfung durch Hinsehen ein Fehler, dann kann die Technik die Einfahrt bei besetztem Gleis blockieren“, erklärte die Bahnsprecherin.

 
 
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