Touristik Immobilien Gipfel

Kettenhotels sorgen für Wachstum in Kleinstädten

Göppingen, Passau oder Paderborn – solche Städte sind immer häufiger Ziel von Hotelketten. Die Investoren verändern das touristische Angebot und den Standort insgesamt. Das berichten Martin Bouwen (Foto), Entwicklungschef von IHG, und Max C. Luscher, Geschäftsführer der B&B Hotels, auf dem Touristik Immobilien Gipfel.

15.06.2018, 07:52 Uhr
Martin Bouwen, Entwicklungschef von IHG, spricht auf dem Touristik Immobilien Gipfel.
Foto: IHG

Der Kampf um die besten Immobilien-Standorte treibt immer mehr Hotelketten in kleinere Städte und Randlagen größerer Städte. So genannte B- und C-Standorte sind bei Investoren heiß begehrt. Vor allem die Marken im mittleren und unteren Preissegment der IHG-Gruppe, Holiday Inn und Holidy Inn Express, sowie die B&B Hotels sehen in kleineren Städten noch viel Potenzial. In Kiel, Trier, Fulda und Weimar entstanden zuletzt neue B&B Hotels. 107 Häuser zählt die Kette mittlerweile, die damit auch mehr ausländische Touristen in die Städte bringt.

Holiday Inn eröffnete in diesem Monat gerade das 30. Hotel in Deutschland – allerdings in München. Zuvor betrat die Kette in Göppingen Neuland. „In Deutschland entscheiden sich Inlandsreisende zunehmend für Marken im mittleren Preissegment. Das lässt die Nachfrage nach Holiday Inn Hotels – die ein Wachstumstreiber der IHG sind – enorm ansteigen“, sagt Martin Bowen, Entwicklungschef im deutschsprachigen Raum. Die Kette hat eine Methode gefunden, neue Standorte im Eiltempo zu entwickeln. Allein im vergangenen Jahr hat IHG 19 Verträge für neue Hotels abgeschlossen.

Auf dem Touristik Immobilien Gipfel, den die fvw am 27. und 28. September gemeinsam mit Heuer Dialog in Frankfurt veranstaltet, zeigt IHG-Manager Bowen auf, nach welchen Kriterien der Konzern bei der Suche vorgeht und wie neue Standorte touristisch erschlossen werden.

Auch Max C. Luscher, Geschäftsführer der schnell wachsenden B&B Hotels, ist der Meinung: Kettenhotels werten B- und C-Standorte auf und beflügeln den Tourismus. Wie die Kette mit lokalen Touristikern zusammenarbeitet und wie sich die touristische Infrastruktur in der Fläche verändert, macht B&B-Chef Luscher an konkreten Beispielen deutlich.

Auf dem Touristik Immobilien Gipfel kommen Investoren, Betreiber, Wirtschaftsförderer und Regionalentwickler wie Bürgermeister und Destinationsmanager deutschsprachiger Regionen zusammen, um über erfolgreiche Expansionsstrategien zu diskutieren. Auf der zweitägigen Veranstaltung am 27. und 28. September in Frankfurt geht es um Marktentwicklungen, Trends und mögliche Hypes, aber auch um Probleme bei der Zusammenarbeit mit Partnern. (SP)

Weiterführende Links

0

Der Top-Termin für DMOs

Neue Märkte und Zielgruppen

Auf dem Programm stehen praxisnahe Vorträge zur Erschließung neuer Märkte und touristischer Nischen. Christoph Kruse, Geschäftsführer von Bookingkit, spricht über die Zukunft im Vertrieb und zeigt auf, wie Destinationen im hart umkämpften Online-Markt lokalen Content monetarisieren können. Ein weiteres zentrales Thema wird sein, wie Destinationen Touristen- und Investitionsströme besser lenken können.

 

Deutschland

Finanzierung verworfen
(0)

Reedereien siegen im Streit um feste Fehmarnbelt-Querung

„Sargnagel“ für den geplanten Fehmarnbelt-Tunnel? Das EU-Gericht sieht staatliche Beihilfen für das umstrittene Projekt unter der Ostsee als nicht rechtens an. Der dänische Konzern Femern ist trotzdem zuversichtlich für den Tunnelbau. mehr

 

Münchner Urteil
(0)

Airbnb muss Daten illegaler Ferienwohnungen mitteilen

Der Online-Unterkunftsvermittler Airbnb muss der Stadt München die Namen und Adressen von Anbietern illegal genutzter Ferienwohnungen preisgeben. Das ist heikel, weil sich nicht jeder an die gesetzlichen Bestimmungen hält. mehr

 

Tourismuspolitik
(0)

DRV fordert international ausgerichtete Tourismusstrategie

Auch der Deutsche Reiseverband (DRV) meldet sich mit Blick auf die nationale Tourismusstragie zu Wort. Präsident Norbert Fiebig fordert bessere Rahmenbedingungen für erfolgreiches Wirtschaften und rechtliche wie ökonomische Fehlstellungen zu beseitigen. Sein Fokus: Das Auslandsreisegeschäft. mehr

 
 

Das Archiv der dfv Mediengruppe bietet Ihnen bequemen Zugriff auf alle Ausgaben des fvw Magazins seit 1996. im Print-Archiv suchen

 
Folgen Sie uns:
Top
© 2018 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Über uns FAQ Impressum AGB Datenschutz Kontakt Mediadaten