Regierungsflieger-Defekt

Lufthansa Technik widerspricht Vorwürfen

War die Panne des Regierungs-Airbus A-340, mit dem Bundeskanzlerin und Finanzminister nach Buenos Aires fliegen wollten, doch beherrschbar? Lufthansa Technik sieht zumindest keine Fehler bei sich.

27.12.2018, 13:08 Uhr
Die deutschen Regierungsjets zeichnen sich durch eine hohe Pannenhäufung aus. Jüngst traf es den Airbus A-340, mit dem die Bundeskanzlerin und der Finanzminister zum G20-Treffen nach Buenos Aires fliegen wollten.
Foto: imago/photothek

Die Panne am Regierungsflugzeug von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Ende November ist einem „Spiegel“-Bericht zufolge auf einen Fehler des Wartungsunternehmens Lufthansa Technik zurückzuführen. Dies ergebe sich aus einem vertraulichen Untersuchungsbericht der Bundeswehr, berichtete das Nachrichtenmagazin. Lufthansa Technik wies den Vorwurf zurück.

Dem Bericht zufolge versäumte es die LH-Tochter, die Flugbereitschaft der Bundeswehr über ein neu eingebautes digitales Kommunikationssystem zu informieren. Als das System während des Fluges zum G20-Gipfel ausgefallen sei, habe sich die Crew der Regierungsmaschine auf eine falsche Notfall-Checkliste verlassen. Es sei ihr deshalb nicht gelungen, das Funksystem wieder hochzufahren.

Ohne reguläre Funkverbindung konnte die Maschine den Flug nach Argentinien nicht fortsetzen. Die Langstreckenmaschine musste wieder umkehren und mit vollen Tanks in Köln landen – kein ungefährliches Manöver, denn durch das hohe Gewicht der Maschine heizen sich die Bremsen stark auf. Statt mit der Flugbereitschaft flogen die Kanzlerin und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) am nächsten Tag mit einer Linienmaschine zum G20-Gipfel nach Buenos Aires.

Der Konzernsprecher von Lufthansa Technik, Jens Krüger, sagte der dpa nun: „Die Lufthansa Technik hat zu jedem Zeitpunkt sämtliche luftrechtlichen Vorgaben eingehalten. Das gilt auch für den Umgang mit den Dokumentationspflichten.“ Zu Einzelheiten äußerte er sich nicht.

Zur Flugbereitschaft gehören nach Angaben der Luftwaffe 14 Flugzeuge der Hersteller Airbus und Bombardier. Die Maschinen sollen unter anderem Regierungsmitglieder auf Kurz-, Mittel- und Langstrecken befördern. (dpa)

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