Wirbelsturm

Rekord-Hurrikan „Michael“ wütet in Florida

Wieder trifft ein gewaltiger Wirbelsturm Florida, flutet Küstenorte, entwurzelt Bäume und zerstört Häuser. Es ist der schlimmste Hurrikan seit Beginn der Aufzeichnungen, der den Nordwesten des Bundesstaats heimsucht – und er hat schon jetzt tödliche Folgen.

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11.10.2018, 07:54 Uhr

Meterhohe Flutwellen, mächtige Windböen, strömender Regen: Hurrikan „Michael“ hat Florida mit Wucht getroffen und im Nordwesten des US-Bundesstaates für extremes Wetterchaos und Zerstörung gesorgt. Das nationale Hurrikanzentrum sprach von einem Rekordsturm in der Region, wobei das genaue Ausmaß der Folgen am frühen Donnerstag noch unklar war. Tags zuvor hatte „Michael“ mit Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern die Küste getroffen.

Mindestens ein Mensch kam laut US-Medienberichten ums Leben. Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf die Polizei, nahe Greensboro sei ein Mann getötet worden, als ein Baum auf ein Haus fiel. In hunderttausenden Haushalten fiel der Strom aus. Floridas Gouverneur Rick Scott ließ Such- und Rettungsmannschaften in die besonders heftig betroffenen Gebiete ausrücken. Der Abgeordnete Neal Dunn aus der Stadt Panama City sagte CNN: „Es sieht so aus, als wäre in jedem einzelnen Block eine Bombe hochgegangen.“

Als „Michael“ am Mittwochnachmittag nordwestlich des kleinen Ortes Mexico Beach die Küste traf, fehlten dem Sturm nur zwei Stundenkilometer Windgeschwindigkeit, um in die höchste Kategorie fünf eingestuft zu werden. Aufnahmen aus Mexico Beach zeigten weitreichende Zerstörungen, Überflutungen und Trümmer. Auch auf Bildern aus der Stadt Panama City Beach waren zerfetzte Häuserreste, abgedeckte Dächer und umgeknickte Bäume zu sehen.

Der Meteorologe Dennis Feltgen vom nationalen Hurrikanzentrum erklärte, es handele sich um den stärksten Hurrikan seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, der Floridas Panhandle Section getroffen habe. Als Panhandle (Landzipfel oder wörtlich Pfannenstiel) wird der nordwestliche Zipfel Floridas bezeichnet.

 
 
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