US-Westküste

Waldbrände in Kalifornien schlagen Tausende in die Flucht

Paradise ist zerstört. Und die Waldbrände in Kalifornien bedrohen auch noch andere Städte. Tausende Menschen mussten bereits aus ihren Häusern fliehen – darunter auch Prominente.

09.11.2018, 09:52 Uhr

In Kalifornien sind Tausende Menschen auf der Flucht vor Waldbränden. Die sich rasch ausbreitenden Flammen bedrohten in der Nacht zum Freitag mehrere Städte im Norden des US-Bundesstaates. Es seien Menschen verletzt worden, auch Feuerwehrmänner, wie der Sender CNN berichtete. Genaue Zahlen lagen zunächst nicht vor.

Das Feuer war den Berichten zufolge binnen weniger Stunden auf eine Fläche von über 70 Quadratkilometer angewachsen. Es breite sich auch wegen des Windes weiter aus. Vor allem in der Kleinstadt Paradise habe das Feuer schwere Schäden angerichtet. „Es hat die Stadt zerstört“, zitierte die „Los Angeles Times“ einen Sprecher der örtlichen Feuerwehr. In der 27.000-Einwohner-Stadt seien mindestens 1000 Bauten Opfer von Flammen geworden.

Vize-Gouverneur Gavin Newsom rief für den Bezirk Butte County den Notstand aus, um auf diese Weise schnell Hilfe zu mobilisieren. Das Feuer bewege sich sehr schnell von einem eher abgelegenen in besiedeltes Gebiet, sagte der zuständige Sheriff Kory Hones. Es sei noch immer „sehr aktiv“. In mehreren Kirchen und großen Hallen fanden Menschen laut US-Medien Zuflucht.

„Das ist ein sehr gefährliches Feuer“, schrieb Kaliforniens Feuerbehörde CalFire auf Twitter. Die Behörden forderten Menschen in mehreren Städten des Westküstenstaates auf, ihre Häuser zu verlassen. Auch die US-Schauspielerin Alyssa Milano musste nach eigenen Angaben ihr Haus verlassen. Sie sei samt Kindern und Hunden geflohen, wie sie auf Twitter schrieb.

Auch im Süden des Bundesstaates, im Bezirk Ventura County, seien Waldbrände ausgebrochen, schrieb die „Los Angeles Times“. Bei anhaltend sommerlichen Temperaturen und Trockenheit ist die Feuergefahr an der US-Westküste hoch. In diesem Sommer wüteten zahlreiche Großbrände, darunter auch in der Nähe des berühmten Yosemite-Nationalparks. Das bei Touristen beliebte Yosemite-Tal war wegen starker Rauchentwicklung für Besucher wochenlang gesperrt. (dpa)

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